mf-whitemicroformats.org wird 7… Alles Gute!

Zur Feier des Tages hat sich Frances Berriman die Mühe gemacht, die letzten 7 Jahre zusammen zu fassen und einen Ausblick auf die kommenden Änderungen zu geben.

Da ich, seit ich bloggen kann, schon über Microformats berichte, will ich den Rückblick nicht weiter kommentieren und nur auf die kommende Weiterentwicklung ein wenig eingehen.

Microformats und HTML5

Seit dem ich das letzte mal über diese Kombination geschrieben habe, hat sich leider nicht viel geändert… Die Microformats Community weigert sich weiterhin auf Microdata oder RDFa „upzugraden“ und hält krampfhaft an den semantischen classes fest. Nichtsdestotrotz macht HTML5 mit <time /> und <data /> dem leidigen Thema abbr-design-pattern bzw. value-class-pattern ein Ende. Statt Meta-Informationen umständlich in HTML-Attributen zu verwurschteln, können Termine und GEO Daten bald sauber dargestellt werden:

<time class="dtstart" datetime="2006-09-23">a Saturday</time>
...
<data class="geo" value="37.386013;-122.082932" >Mountain View</data>

Immerhin! Mehr dazu im microformats-wiki.

Namespaces

Die wohl größten Veränderungen sind aber die geplanten Pseudo-Namespaces welche hauptsächlich das Parsen von Microformats vereinfachen sollen. Microformats waren bisher sehr fehleranfällig, da sie sich die class-Attribute mit CSS und JavaScript zu teilen hatten. Es besteht immer die Gefahr dass rein für CSS genutzte Attribute fälschlicherweise für Microformats genutzt wurden oder dass die semantischen Class-Names einem Re-Design zum Opfer fielen. Die Prefixes ‚h-‚, ‚p-‚, ‚u-‚, ‚dt-‚ und ‚e-‚ sollen das Zukünftig verhindern und ein generisches parsen ermöglichen.

h-‚ kennzeichnet einen Microformats-Container

Bisher ist die Microformats Community etwas inkonsequent mit der Benennung ihrer Formate… Mal mit beginnendem „v“, mal mit „h“ und in seltenen Fällen auch ohne oder mit anderem Buchstaben:

  • hCard: class="vcard"
  • hAtom: class="hfeed"
  • adr: class="adr"
  • xFolk: class="xfolkentry"
  • XOXO: class="xoxo"

Mit den Prefixes soll das jetzt alles vereinheitlicht werden:

  • hCard: class="h-card"
  • hAtom: class="h-feed"
  • adr: class="h-adr"

p-‚ zeichnet Properties aus

Die mit ‚p-‚ gekennzeichnet Properties sollten, wenn nicht expliziert definiert, als Plain-Text interpretiert werden (kein HTML). Ein klassisches Property ist beispielsweise der Name einer Person:

<div class="h-card">
 <span class="p-fn">Tantek Çelik</span>
</div>

e-‚ zeichnet Rich Text aus

Das ‚e-‚ Prefix könnte als Abkürzung für „element tree“, „embedded markup“, oder „encapsulated markup“ stehen und kann im Gegansatz zu den Properties auch HTML-Code beinhalten. In hAtom könnte der entry-content zu e-entry-content und bei der hReview die description zur e-description werden.

dt-‚ für DateTime und ‚u-‚ für URL

Aus dtstart wird dt-start und alle URL-Felder bekommen ein vorgestelltes ‚u-‚:

<a class="u-url" href="...">...</a>

<img class="u-photo" src="..." />

Die URL kann in bestimmten Situtionen auch weg fallen, dazu aber im nächsten Beispiel mehr…

Simpel und unabhängig vom Format

Zukünftig soll es auch nicht mehr so umständlich sein Informationen semantisch auszuzeichnen. Will man derzeit einen simplen Link mit einer hCard versehen, muss man ihn wie folgt aufblähen:

<div class="vcard">
 <a class="url fn" href="http://tantek.com/">Tantek Çelik</a>
</div>

Nach der Überarbeitung soll folgendes reichen:

<a class="h-card" href="http://tantek.com/">Tantek Çelik</a>

Dabei gilt die Regel: Wenn es sich bei (z.B.) einer vCard um einen Link oder ein Bild handelt, kann man auf ‚u-*‚ und ‚p-name‚ verzichten… so ungefär zumindest 😉

Mehr dazu im Microformats-Wiki: implied properties

Außerdem kommt mit v2 eine Anleitung wie Microformats auf andere Formate wie JSON gemappt werden sollen. Aus…

<a class="h-card" href="http://benward.me">Ben Ward</a>

wird…

[{
  "type": ["h-card"],
  "properties": {
    "name": ["Frances Berriman"] 
  }
}]

Fazit

Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich von den geplanten Änderungen halten soll… die Nutzung der neuen HTML5 Tags und die Vereinfachung und Vereinheitlichung der Formate finde ich gut und notwendig… Auch eine einheitliche Regel, wie Microformats in anderen Formaten abgebildet werden sollen (z.B. JSON) macht durchaus Sinn (warum das Sinn macht, hier)… aber den Pseudo-Namespaces kann ich bisher nichts abgewinnen! Der „Namespace“ sorgt zwar für mehr Qualität beim Parsen der Microformats, aber auf Kosten des semantischen HTMLs.

Microformats sollten weiterhin für schönes, semantisches HTML sorgen und mehr nicht. Geht es um maschinenlesbaren Code, sollte man mit der Zeit gehen und auf Microdata oder RDFa setzen. Ob man seinen Quelltext an Microformats v2 anpasst oder mit Schema.org auszeichnet sollte kaum mehr Aufwand sein.

…Übrigens: Wer noch mehr über die Vorteile von Microdata gegenüber Microformats lesen will, sollte sich die Ausgabe 10 des Webstandards-Magazin durchlesen oder die Reihe „Microdata – wie Microformats bloß besser…“ hier im Blog!

Durch einen Artikel auf ReadWriteWeb (5 Great YQL One-Liners) bin ich nach langer Zeit mal wieder auf Yahoos YQL-Plattform gelandet und habe nicht schlecht gestaunt, was die Yahoo Query Language mittlerweile alles leistet (mehr über YQL hier). Ich hatte z.B. keine Ahnung, dass man auch eigene table definition schreiben kann und dass es auch schon eine ziemlich fleißige Community um diese Definitionen gibt.

Meine Favoriten sind:

Microformats

select * from microformats where
url='http://wait-till-i.com'

…findet diverse Microformats. » Direct Link

Mehr dazu hier: SELECT * FROM microformats

OpenID

select * from openid.discover where
normalizedId="http://www.yahoo.com/"

…klassische OpenID-Discovery. » Direct Link

select * from openid.yadis where
uri="http://www.yahoo.com/"

…YADIS-Discovery. » Direct Link

…und es gibt noch ’ne Reihe anderer OpenID Queries… es sollte sogar möglich sein einen kompletten OpenID-Client mit YQL zu bauen.

OAuth

select * from oauth where uri='http://example.com'
and consumerKey='asd123' and consumerSecret='zxc456'
and callbackUri='http://example.com';

…sendet einen OAuth-Request. » Direct Link

pubsubhubbub

insert into pubsubhubbub.publisher
(hub_url, topic_url) values
('http://pubsubhubbub.appspot.com/publish',
'http://developer.yahoo.com')

…sendet ein Update an das angegebene Hub. » Direct Link

Webfinger

select * from webfinger where
account='pfefferle@gmail.com'

…Webfinger-Discovery. » Direct Link

OpenSocial

select * from opensocial.people

…sendet eine OpenSocial People-Anfrage. » Direct Link

Social Graph API

select * from socialgraph.lookup where
q = "notiz.blog" AND edo = "1"

…ermöglicht Zugriff auf Googles Social Graph API. » Direct Link

Atom

select * from atom where
url='http://notiz.blog/feed/atom'

…interpretiert Atom-Feeds mit allen möglichen Erweiterungen, beispielsweise der ActivityStreams-Extension. » Direct Link

Vielleicht bekomm‘ ich die Tage ja auch mal eine Query zusammen 🙂

Die RDFa Community hat es geschafft: Microdata ist seit einigen Monaten kein fester Bestandteil mehr von HTML5! Man verpasst damit leider die einmalige Chance, RDFa und Microformats als festen Bestandteil von HTML zu veröffentlichen und damit die größtmögliche Verbreitung zu erreichen… keine Erweiterungen… keine Hacks… reines HTML!

Warum ich so an der Microdata Idee festhalte? Frei nach der Microformats Ideologie: „Paving the cow paths“ sollte man sich bei der Entwicklung eines neuen Standards hauptsächlich am Nutzerverhalten orientieren: Wenn es für ein Problem noch keinen Standard gab, wie hat man sich bisher beholfen?

Yahoo!s Search-Monkey meint: mit Microformats!

…und ich kann mich nur wiederholen:

Microdata ist für mich die gelungene Weiterentwicklung der Microformats-Idee unter Berücksichtigung von RDFa und prinzipiell lassen sich auch beide Standards mit Microdata umsetzen.

Naja… falls sich keine der oben genannten Semantiken durchsetzen sollte, freue ich mich schon auf folgendes:

<div
  itemscope="" itemtype="http://microformats.org/profile/hcard"
  xmlns:vCard="http://www.w3.org/2006/vcard/ns#"
  about="http://www.example.com"
  class="vcard">
  <span
    itemprop="fn"
    property="vCard:FN"
    class="fn">
    Max Mustermann
  </span>
</div>

(via Benjamin Nowack)

Gute Neuigkeiten! Michael Kaply, der die Weiterentwicklung von Operator (ein Microformats Addon für Firefox) Ende 2008 eingestellt hat…

Operator – Deciding what to do with Operator is difficult. […] That being said, I’m going to do a few fixes for Operator, call it 1.0 and then stop development.

widmet sich jetzt doch wieder dem de facto (Microformats) Browser Plugin

The biggest news I have is that I have resumed work on Operator. In particular, I’m fixing bugs, adding a few usability enhancements and adding support for new microformat stuff like the value class/pattern for dates. I’m also considering completely removing the “Actions” toolbar and switching to interacting only with the data. I’m definitely looking for feedback on that one.

Wer Ideen zu neuen Features oder Funktionen hat, kann diese gerne auf Michaels Weblog loswerden.
Mein Wunsch: Microdata support 🙂

(Ich hoffe dass die Angekündigten value-class-pattern Änderungen eventuell auch irgendwann in die native Microformats Firefox API aufgenommen werden.)

Der Inhalt wurde an die neusten Änderungen der Microdata-Spezifikation angepasst. Letztes Update 30.01.2010.
Microdata – wie Microformats bloß besser… (Teil 2): über „Namenskollisionen und Namespaces“ und „Informationen Referenzieren“

Wie schon erwähnt, vereint Microdata die Vorzüge von RDFa und Microformats in einem Standard… aber nicht nur das, Microdata (in Verbindung mit HTML5) bietet auch einige schicke Lösungen für diverse Microformats-Problemchen.

Das abbr-design-pattern oder das value-class-pattern

Microformats:

Das abbr-design-pattern ist bisher wohl das umstrittenste Pattern im Microformats-Wiki. Grund für die Kritik an dem Pattern ist die etwas unorthodoxe Verwendung des <abbr> Tags um maschinenlesbare Meta-Informationen bereit zu stellen.

<div class="vevent">
  <abbr class="dtstart" title="2007-10-05">October 5</abbr>
  ...
</div>

Eine erste Alternative aus der Microformats-Community ist das value-class-pattern, das zwar das Accessibility-Problem „behebt“ aber noch lange keine Perfekte Lösung bietet.

<div class="vevent">
  <span class='dtstart'>
    <span class='value-title' title='2007-10-05'> </span>
    October 5
  </span>
  ...
</div>

Der HTML-Code wird durch weitere Elemente unnötig aufgeblasen und das Pattern basiert auf teilweise leeren Elementen.

Microdata/HTML5:

In HTML5 gibt es dagegen ein spezielles Tag um Zeit und Datum sowohl user als auch maschinenlesbar zu machen.

<div itemscope
  itemtype="http://microformats.org/profile/hcalendar">
  <time itemprop="dtstart" datetime="2007-10-05">October 5</time>
  ...
</div>

Reine Meta-Informationen

Microformats:

Eigentlich spricht es gegen die Prinzipien der Microformats-Idee, reine Metadaten zu verwenden:

Visible data = more accurate data. By designing for humans first and making the data presentable (thus viewed and verified by humans), the data is inevitably more accurate, not only to begin with (as errors are easily/quickly noticed by those viewing the pages/sites), but over time as well; in that changes are noticed, and if data becomes out-of-date or obsolete, that’s more likely to be noticed as well. This is in direct contrast to „side files“ and invisible data like that contained in <meta> tags.
Tantek Çelik

…aber GEO-Daten sind z.B. Informationen die der Benutzer nicht unbedingt sehen muss.

<div class="geo">
 <span class="latitude">37.386013</span>
 <span class="longitude">-122.082932</span>
</div>

Microdata/HTML5:

In HTML5 gibt es für dieses Problem eine recht schicke Lösung: Laut der Spezifikation sind <meta />-Tags im kompletten Quellcode (auch im body) erlaubt.

<div itemscope 
 itemtype="http://microformats.org/profile/hcard#geo">
 <meta itemprop="latitude" content="37.386013" />
 <meta itemprop="longitude" content="-122.082932" />
</div>

Fazit

Selbst wenn sich Microdata (item und itemprop) nicht durchsetzen sollte, sind <meta> und <time> schon ein echter „Segen“ für die Microformats-Community 🙂

Im zweiten Teil nehm‘ ich mir das include-pattern und das Problem der möglichen NamensKollisionen vor.

Microdata – wie Microformats bloß besser… (Teil 2): über „Namenskollisionen und Namespaces“ und „Informationen Referenzieren“

Der Inhalt wure an die neusten Änderungen der Microdata-Spezifikation angepasst. Letztes Update 30.01.2010.

In dem Punkt, dass HTML semantischer werden muss, ist sich die Web-Welt einig, nur das „Wie“ ist noch nicht ganz klar. Aus verschiedenen Gründen (die alle sehr, sehr technisch sind) ist die WHATWG-Community bzw. Ian Hickson im speziellen, nicht sehr begeistert von dem bisherigen De-facto-Standard RDFa und hat deshalb vor ein paar Wochen Microdata als eine mögliche Alternative vorgestellt.

Microdata-Objekte bestehen eigentlich nur aus einer Vielzahl von Key/Value-Paaren. Ein Object wird durch einen umschließenden HTML-Tag mit einem itemscope-Attribut gekennzeichnet und hat mehrere Properties ausgezeichnet durch itemprop-Attribute.

<div itemscope>
 <p>Mein Name ist <span itemprop="name">Matthias</span>.</p>
</div>

Microdata ist für mich die gelungene Weiterentwicklung der Microformats-Idee unter Berücksichtigung von RDFa und prinzipiell lassen sich auch beide Standards mit Microdata umsetzen. Wie generell von HTML5 gewohnt, kann man auch Microdata auf viele verschiedene Weisen benutzen ohne den Standard zu verletzen.

Microdata im Microformats-Stil

Um z.B. eine hCard mit Microdata abzubilden muss man eigentlich nur die bisher verwendeten class durch itemprop-Attribute zu ersetzen und mit itemtype das Format festlegen.

<div itemscope itemtype="http://microformats.org/profile/hcard">
 <span itemprop="fn">Matthias Pfefferle</span>
 <img itemprop="photo" src="avatar.png" alt="Avatar" />
</div>

HTML5 und Microdata bieten außerdem eine ganze Reihe weiterer Tags und Attribute die alle bisherigen Microformats-Probleme beheben sollten. Aber darauf werde ich in einem extra Artikel noch detaillierter darauf eingehen.

Microdata im RDFa-Stil

item und itemprop können aber auch durch URIs (ähnlich wie RDFa) ausgezeichnet werden und würden sich dadurch relativ leicht (durch z.B. GRDDL) in klassisches RDF konvertieren lassen.

<div itemscope itemtype="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#">
  <span itemprop="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#fn">
    Matthias Pfefferle
  </span>
  <img itemprop="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#photo"
       src="avatar.png" alt="Avatar" />
</div>

Fazit

Trotz anfänglicher Skepsis bin ich immer begeisterter von dem neuen HTML5 Draft! Microdata fühlt sich einfach viel mehr nacht HTML an…

<div itemscope itemtype="http://microformats.org/profile/hcard">
  <a itemprop="url" href="http://notiz.blog">
    <span itemprop="fn">Matthias Pfefferle</span>
  </a>
</div>

…als RDFa.

<div xmlns:foaf="http://xmlns.com/foaf/0.1/">
  <span typeof="foaf:Person">
    <a property="foaf:name" rel="foaf:homepage" href="http://notiz.blog">
      Matthias
    </a>
  </span>
</div>

Trotzdem hoffe ich, dass man sich doch noch irgendwie einigen kann und sich vielleicht in der Mitte trifft. Zwei neue HTML-Spezifikationen (XHTML2 & (X)HTML5) sind schon verwirrend genug, da brauchen wir nicht auch noch zwei unterschiedliche Semantik-HTML-Standards

Das bisher wohl größte Problem bei der Verwendung von Microformats ist (oder besser wahr) die Accessibility durch die etwas zweckentfremdete Verwendung des <abbr />-Tags.

Das so genanntes abbr-design-pattern diente hauptsächlich dazu (es gibt noch einige andere Anwendungsfälle), ein für den Menschen lesbares Datum auch für die Maschine lesbar zu machen und ist Bestandteil von Mikroformaten wie z.B. hCalendar, hAtom oder hReview.

Ein Beispiel: <abbr class="dtstart" title="2009-05-12">heute</abbr>

SelfHTML über das abbr-Element:

zeichnet einen Text aus mit der Bedeutung „dies ist eine Abkürzung“

Selbst wenn man davon ausgeht, dass das Wort heute eine Abkürzung für das volle Datum 2009-05-12 ist, gibt es ein großes Problem mit Screen-Readern. Die meisten Screen-Reader sind so konfiguriert, dass sie statt der Abkürzung, das im title-Attribut angegebene, vollständige Wort lesen.
Im Falle der abbr-design-pattern im oben genannten Beispiel wäre das 2009-05-12 (gelesen „Zweitausendneun minus Fünf minus Zwölf“), also viel missverständlicher als heute.

Das gerade angekündigte value-class-pattern soll dieses (und einige andere) Problem jetzt beheben.

Ein Datum, wie im Beispiel oben, würde mit dem value-class-pattern folgendermaßen aussehen:

<span class='dtstart'>
  <span class='value-title' title='2009-05-12'> </span>
  heute
</span>

Erklärung:

  • dtstart gibt immer noch an, dass es sich bei dem folgenden um ein Datum handelt
  • Die folgende Klasse: value-title gibt an, dass sich dtstart auf das title-Attribut des spans bezieht
  • Im title steht der maschinen-lesbare text

Das neue Pattern beschreibt aber noch eine ganze Reihe an anderen Anwendungsfällen, am besten ihr überfliegt die Seite einfach mal selbst: http://microformats.org/wiki/value-class-pattern

…es sind übrigens alle Microformats-Nutzer aufgerufen, ihre Seiten und Parser auf das neue Pattern umzustellen, also viel Spaß dabei 🙂

Der Begriff POSH (ein Acronym für Plain Old Semantic HTML) geistert ja schon eine ganze Weile durch die Microformats-Community, aber dass es für POSH eine richtige Definition gibt und dass man zwischen POSHFormats und Microformats unterscheidet wahr mir neu…

Der Unterschied:

poshformats are data formats constructed from the use of semantic class names.

microformats are the proper subset of poshformats which have been developed via the microformats process and principles.

POSHFormats sind also alle Formate die zwar auf semantischem HTML basieren, aber nicht den Microformats-Prozess durchlaufen haben. Beispiele: Pavatar, hDOAP oder die MicroID.

Für diese armen Formate, die zwar teilweise echt großartig sind trotzdem aber keine Microformats sein dürfen, hat Toby Inkster jetzt mit poshformats.org ein eigenes Zuhause geschaffen.

(Ich musste schon ein klein wenig schmunzeln 🙂 )

Identify ist ein Firefox Addon entwickelt von Madgex (der Firma die z.B. auch den Microformats-Parser UfXtract entwickelt hat) welches, mit Hilfe von Googles Social Graph API und Yahoos YQL, Profil-Informationen und den Sozialen Graphen des Webseiten-Eigners anzeigt.

Kontakt at notizBlog - a private weblog written by Matthias Pfefferle.jpg

Eigentlich ist das Plugin nicht viel mehr als eine Spielerei, zeigt aber sehr eindrucksvoll was mit Microformats alles möglich ist und dass semantisches HTML vielleicht doch noch zu einer echte alternative zu RDF/OWL werden könnte. Auf der anderen Seite ist es aber schon fast beängstigend was das Netzt so alles über mich weiß und mit wie wenig Aufwand so eine Übersicht über mein Web-Leben erstellt werden kann.

Für nicht Firefox-Benutzer gibt es mit dem Social Graph Explorer auch noch eine Online-Version, die ganz ähnliche Ergebnisse liefert.

Das Addon lässt sich nach der Installation übrigens mit Alt i auf Windows bzw. Ctrl i auf Mac OS X starten.

Der SearchMonkey unterstützt ab sofort drei neue (Mikro)Formate: adr, geo und tag. Außerdem wurde für alle lowercase semantiken ein neuer Namespace eingeführt.
Aus searchmonkeyid:com.yahoo.uf.hcard wird searchmonkeyid:com.yahoo.page.uf.hcard.
Wahrscheinlich um sie von höherwertigen XML-Formaten wie z.B. Atom oder RDF abzugrenzen.

Die neue Liste aller unterstützten Formate:

Viel spaß beim suchen :(|)

(via)