In particular, we think login should be personal and minimal first, social later [and] Users, not Sites, should choose their Identity Provider

Users don’t like social login

Soziale Netzwerke spiegeln meistens einen Lebensabschnitt und spielen nur eine begrenzte Zeit eine wichtige Rolle. Man wird älter, Interessen ändern sich, man wechselt das Netzwerk. Stellt euch vor ihr wärt bis an euer Lebensende an MySpace gebunden, nur weil ihr euch überall mit dem in die Jahre gekommen Netzwerk angemeldet habt.

BrowserID

Ich schreibe gerade einen Artikel für das t3n Magazin über aktuelle Sign-In-Mechanismen und hab mir in dem Zuge BrowserID mal etwas genauer angeschaut. Ich bin wirklich extrem überrascht mit wie wenig Arbeit es sich in z.B. WordPress einbauen lässt.

BrowserID besteht eigentlich nur aus einem JS-File,ein paar Zeilen JS-Code:

<script src="https://browserid.org/include.js" type="text/javascript"></script>
<script type="text/javascript">
navigator.id.get(function(assertion) {
    if (assertion) {
        // This code will be invoked once the user has successfully
        // selected an email address they control to sign in with.
    } else {
        // something went wrong!  the user isn't logged in.
    }
});
</script>

und dem anschließenden Verifizieren der assertion:

$ curl -d "assertion=&audience=https://mysite.com" "https://browserid.org/verify"
{
    "status": "okay",
    "email": "lloyd@example.com",
    "audience": "https://mysite.com",
    "expires": 1308859352261,
    "issuer": "browserid.org"
}

Den ausführlichen Ablauf der Authentifizierung findet ihr auf Github.

Um BrowserID in WordPress zu integrieren lädt man also zuerst den JS-Code in den Login Header:

// add the BrowserID javascript-code to the header
add_action('login_head', 'bi_add_js_header');
function bi_add_js_header() {
  echo '<script src="https://browserid.org/include.js" type="text/javascript"></script>';
  echo '<script type="text/javascript">'."\n";
  echo 'function browser_id_login() {
    navigator.id.get(function(assertion) {
      if (assertion) {
        window.location="' . get_site_url(null, '/') .'?browser_id_assertion=" + assertion;
      } else {
        // do nothing!
      }
    })
  };'."\n";
  echo '</script>';
}

und platziert den BrowserID-Button auf der Login-Seite:

// add the login button
add_action('login_form', 'bi_add_button');
function bi_add_button() {
  echo '<p><a href="#" onclick="return browser_id_login();"><img src="https://browserid.org/i/sign_in_blue.png" style="border: 0;" /></a></p>';
}

Nach dem klick auf den Button öffnet sich das Autorisierungs-Fenster von BrowserID und nach dem erfolgreichen Sign-In wird die gerade implementierte Methode navigator.id.get(function(assertion) {} aufgerufen.

BrowserID login window

Im nächsten Schritt muß man die erhaltene assertion über BrowserID.org verifizieren. Da ich den notwendigen POST nicht über JavaScript absetzen will, leite ich einfach auf eine Seite weiter und übergebe die erhaltene assertion als GET-Paramater.

if (assertion) {
  window.location="' . get_site_url(null, '/') .'?browser_id_assertion=" + assertion;
}

Jetzt kann der POST bequem über WordPress abgesetzt werden.

// the verification code
add_action('parse_request', 'bi_verify_id');
function bi_verify_id() {
  global $wp_query, $wp, $user;

  if( array_key_exists('browser_id_assertion', $wp->query_vars) ) {
    // some settings for the post request
    $args = array(
      'method' => 'POST',
      'timeout' => 30,
      'redirection' => 0,
      'httpversion' => '1.0',
      'blocking' => true,
      'headers' => array(),
      'body' => array(
        'assertion' => $wp->query_vars['browser_id_assertion'], // the assertion number we get from the js
        'audience' => "http://".$_SERVER['HTTP_HOST'] // the server host
      ),
      'cookies' => array(),
      'sslverify' => 0
    );

    // check the response
    $response = wp_remote_post("https://browserid.org/verify", $args);

    if (!is_wp_error($response)) {
      $bi_response = json_decode($response['body'], true);

      // if everything is ok, check if there is a user with this email address
      if ($bi_response['status'] == 'okay') {
        $userdata = get_user_by('email', $bi_response['email']);
        if ($userdata) {
          $user = new WP_User($userdata->ID);
          wp_set_current_user($userdata->ID, $userdata->user_login);
          wp_set_auth_cookie($userdata->ID, $rememberme);
          do_action('wp_login', $userdata->user_login);

          wp_redirect(home_url());
          exit;
        } else {
          // show error when there is no matching user
          echo "no user with email address '" . $bi_response['email'] . "'"; 
          exit;
        }
      }
    }
    
    // show error if something didn't work well
    echo "error logging in"; 
    exit;
  }
}

Gibt es einen User mit der entsprechenden E-Mail – Adresse wird er eingeloggt, falls nicht, wird ein Fehler ausgegeben.

Bei der Demo hab ich mir aus Zeitgründen ein wenig Code bei Marcel Bokhorst geliehen, dessen BrowserID-Plugin wesentlich ausgereifter und vollständiger ist als der kleine Demo-Code den ich hier zusammengestückelt habe.

Wenn euch das zu schnell ging und ich auf einige Details nicht genügend eingegangen bin, könnt ihr gerne fragen 🙂

Ich habe den kompletten Code übrigens auch auf Github hochgeladen… das ist einfacher als sich alles zusammen zu kopieren.

Jetpack ist das jüngste Baby der Mozilla Labs und bietet eine Art API, die es Entwicklern ermöglicht, den Firefox mit klassischen Web-Techniken (HTML, JavaScript und CSS) zu erweitern. Statt mit XUL kann man seine Firefox Addons demnächst vielleicht wirklich mit HTML und CSS gestalten. Großartige Idee!

Übrigens unterstützt Jetpack, wie auch Ubiquity, die ab der Version 3 in Firefox nativ implementierte Microformats API. Der folgende Code zeigt, wie man die Microformats API in Jetpack-Skripte integrieren kann. Das Beispiel zählt z.B. alle hCards der Seite, auf der man sich gerade befindet und zeigt das Ergebnis per Info-Message an:

Components.utils.import("resource://gre/modules/Microformats.js");

// count hCards
jetpack.tabs.onFocus(function() {
  // load HTML
  var doc = jetpack.tabs.focused.contentDocument;
  // count microformats
  var uFcount = Microformats.count('hCard', doc);
  // load notifier
  jetpack.notifications.show({
    title: 'hCards',
    body: 'number of hCards on this website: ' + uFcount,
    icon: 'http://microformats.org/favicon.ico'
  });
});

Nachtrag:

Unter Windows und Linux scheinen die Messages nicht so ganz zu funktionieren, deshalb gibt’s hier nochmal nen Beispiel wo der Counter in der Statusbar ausgegeben wird:

Components.utils.import("resource://gre/modules/Microformats.js");

jetpack.statusBar.append({
  html: '<img src="http://microformats.org/favicon.ico">
           hCards: <span id="hcard-count">0</span>',
  onReady: function(jetpackWidget) {
    function counthCard(){
      //load HTML
      var doc = jetpack.tabs.focused.contentDocument;
      // count microformats
      var uFcount = Microformats.count('hCard', doc);
      if (uFcount > 0) {
       $(jetpackWidget).find('#hcard-count').html(uFcount);
      }
    }
    jetpack.tabs.onFocus(counthCard);
  }
});

Mal schaun ob mir demnächst noch etwas sinnvolleres Einfällt 😉

Add-ons.jpg

Gestern veröffentlichte Vidoop eine erste Version ihrer Identity In The Browser-Extension für den Firefox 3. IDIB ist OpenSource und soll die OpenID-Verarbeitung, speziell in den Punkten Sicherheit und Browser-Redirects, verbessern.

Die derzeitige Version des Addons bietet folgende Möglichkeiten:

  • we help to reduce or eliminate browser-based redirects typically involved in authenticating against identity providers
  • we add security to reduce the potential for phishing/man-in-the-middle attacks

Mit IDIB möchte Vidoop einen Anfang machen, um die Kommunikation zwischen Mozilla und OpenID wieder anzutreiben:

It was almost two years ago when the Firefox 3.0 roadmap was announced and OpenID was mentioned as a new component to the platform. The Mozilla Firefox team looked to members of the OpenID community to step up and provide guidance on what exactly we imagined identity in the browser looking like, but we failed to mobilize and answer their call.

Leider benötigt das Addon einige kleine Erweiterungen (Relying Parties) zum aktuellen OpenID-Standard, die alle im Entwickler-Wiki dokumentiert sind…

(Da Will Norris (der Entwickler des OpenID-Plugins für WordPress) aktuell für Vidoop arbeitet, sollte es aber nicht all zu lange dauern bis eine erste, angepasste Version seinen Plugins erhältlich ist.)