Jahr: 2008

  • Bild von Chris Messina

    Ich habe heute morgen bei Keasone schon den ersten (deutschsprachigen) Bericht über den Internet Explorer 8 (beta) gelesen. In den Genuss, ihn selber zu testen, bin ich leider noch nicht gekommen, habe aber gerade ein paar interessanten Artikel über ein neues IE8 Feature gelesen.

    Mit dem neuen Internet Explorer ist es möglich Teile einer Webseite direkt zu abonnieren, um über Änderungen dieser Bereiche Informiert zu werden, ohne den Umweg über einen RSS-Feed gehen zu müssen. Das Besondere an den so genannten „WebSlices“ ist, dass sie dem hAtom Microformat bis auf ein paar kleine Unterschiede gleichen.

    WebSlices are enabled by adding HTML annotations directly to the Web page. WebSlices use a combination of the hAtom Microformat and the WebSlice format to describe a subscribable portion of a Web page. This section covers the primary, expiration, and bandwidth properties of a WebSlice.

    Das heißt, Microsoft hat weitestgehend die Attribute des hAtom Formats verwendet und einen eigenen „Container“ darum gesetzt. Statt class="hfeed hentry" heißt es in der WebSlices-Definition class="hslice"…

    Der Aufbau eines WebSlices sieht folgendermassen aus:

    <div class="hslice" id="1"> 
     <p class="entry-title">Item - $66.00</p> 
      <div class="entry-content">high bidder: buyer1 
      ...
     </div> 
    </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Das hAtom Format im Vergleich:

    <div class="hfeed hentry" id="1"> 
     <p class="entry-title">Item - $66.00</p> 
      <div class="entry-content">high bidder: buyer1 
      ...
     </div> 
    </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Prinzipiell ist die Idee hinter WebSlices, Teile einer Webseite abonnieren zu können, super… schade ist nur, dass sie nicht auf bestehende/etablierte Formate wie hAtom zurückgreifen, sondern wieder ein eigenes proprietäres Format schaffen müssen.
    Ich verstehe auch nicht ganz den Sinn hinter diesem Schritt… hAtom ist mittlerweile ein relativ weit verbreiteter Standard (einige Beispiele) und würde dem WebSlices-System sofort einen Anwendungsfall bieten. Durch das Schaffen eines eigenen Formates dauert es seine Zeit, bis Webseiten-Betreiber dieses auch umsetzen (wenn sie es überhaupt umsetzen).

    Ich hoffe dass Microsoft seinen Kurs ändern wird oder zumindest das hAtom Format als alternative zu ihrem hSlice ermöglicht.

    5 Kommentare zu Über IE8s Webslices und hAtom
  • Wer sich nicht zwischen RDFa und Microformats entscheiden kann und nicht sehr viel von dem Transformation-System GRDDL hält, kann seine HTML Inhalte natürlich auch mit beiden Formaten auszeichnen. Gerade die Profil- und Kalender-Semantiken bieten sich wegen ihrer Ähnlichkeit besonders an.

    hCard und RDFa vCard:

    <body xmlns:contact="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#">
      <div class="vcard">
        <span class="fn" property="contact:fn">Max Mustermann</span>
        <a class="email" rel="contact:email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
          max.mustermann@example.org
        </a>
        <div class="adr" property="contact:adr">
          <span class="street-address" property="contact:street">Street</span>
          <span class="country-name" property="contact:country">Country</span>
        </div>
      </div>
    </body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    …oder hCalendar und RDFa iCalendar:

    <body xmlns:cal="http://www.w3.org/2002/12/cal/ical#">
      <div class="vevent" instanceof="cal:Vevent">
        <span class="summary" property="cal:summary">Ein Event</span>
        <span property="cal:dtstart" content="20070916T1600-0500">
          <abbr class="dtstart" title="20070916T1600-0500">
            September 16th at 4pm.
          </abbr>
        </span>
      </div>
    </body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Legende: Microformats bzw. RDFa

    So, als nächstes schau ich mir mal die RDFa Attribute näher an…

    Keine Kommentare zu Semantic Overkill
  • mybloglog-lifestream.jpg

    MyBlogLog hat ein kleines Redesign bekommen und setzt seinen neuen Fokus jetzt wohl auch auf Lifestreams, leider ohne jegliche Verwendung von Microformats wie z.B. hAtom oder hCalendar.

    Keine Kommentare zu MyBlogLog mit Lifestream
  • Als ich in RDFa Basics meinte es sei nicht möglich RDFa in XHTML 1 zu verwenden, war das nicht die volle Wahrheit. Um das eigene Format so schnell wie möglich zu verbreiten hat der W3C einen Doctype für den Übergang veröffentlicht:

    <!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML+RDFa 1.0//EN" "http://www.w3.org/MarkUp/DTD/xhtml-rdfa-1.dtd">Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Außerdem wurde der W3C Markup Validation Service so angepasst, dass er XHTML/RDFa auch erkennt und entsprechend validiert.

    RDFa valid oder RDFa valid

    Also viel Spaß beim ausprobieren…

    Quelle: RDFa.info

    7 Kommentare zu RDFa in XHTML 1.0 verwenden
  • Wer sich viel mit Microformats beschäftigt, ist sicher schon öfters über den Begriff RDFa gestolpert. Die Idee, (X)HTML semantischer zu machen, ist bei beiden Formaten gleich, der Unterschied liegt hauptsächlich in der Syntax.
    Während Microformats ausschließlich auf HTML 4.01 bzw. XHTML 1.0 validen Tags und Attributen basiert:

    <div class="vcard">
      <span class="fn">Max Mustermann</span>
      <a class="email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
        max.mustermann@example.org
      </a>
    </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Beispiel hCard

    …basiert RDFa auf dem klassischen RDF und mit XHTML 2.0 neu eingeführten Attributen wie z.B. property und about:

    <body xmlns:contact="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#">
      <span property="contact:fn">Max Mustermann</span>
      <a rel="contact:email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
        max.mustermann@example.org
      </a>
    </body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Beispiel vCard RDF in RDFa

    Eine gute Einführung in das Thema RDFa bietet das Video von Manu Sporny:

    Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
    Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube (öffnet in neuem Tab).

    Rein Technisch gesehen ist RDFa, durch die Nutzung von Namespaces und die bessere Skalierbarkeit durch URIs, definitiv der bessere Standard. Ich denke trotzdem nicht dass RDFa die Microformats in näherer Zukunft ablösen wird, da RDFa nur unter XHTML 2.0 möglich ist und (meines Wissens) im Konkurrenz-Format (X)HTML 5.0 nicht angedacht wird. Es ist deshalb notwendig beide Formate weiter voranzutreiben und so weit wie möglich auf einem einheitlichen Standard, wie z.B. der vCard im oben beschriebenen Beispiel, aufzubauen. Während der Übergangsphase ist es so relativ einfach mit GRDDL zwischen den beiden Formaten zu transformieren.

    In seinem Artikel „RDFa vs microformats“ beschreibt Evan Prodromou die für ihn notwendigen Schritte für die Zukunft von RDFa:

    1. RDFa gets acknowledged and embraced by microformats.org as the future of semantic-data-in-XHTML
    2. The RDFa group makes an effort to encompass existing microformats with a minimum of changes
    3. microformats.org leaders join in on the RDFa authorship process
    4. microformats.org becomes a focus for developing real-world RDFa vocabularies

    Mal schauen wie es wirklich kommt und was sich in Zukunft durchsetzen wird…

    Wer sich für das Thema interessiert, kann ja mal Semantic Radar für Firefox ausprobieren. Semantic Radar macht (ähnlich wie Operator für Microformats) RDF und RDFa Inhalte in Webseiten sichtbar.

    4 Kommentare zu RDFa Basics
  • Es gibt seit heute einen Release Candidate von Operator 0.9. Neben Performance-Verbesserungen und einigen Fixes wurde hauptsächlich die Erkennung von „Nested Microformats“ verbessert.

    Keine Kommentare zu Operator 0.9g
  • microsearch-logo.jpg

    So, endlich komm ich neben den ganzen DataPortability und OpenID News auch mal wieder zu meinen sehr geschätzten Microformats 😉

    Yahoo! Research Barcelona bastelt mit "Yahoo! Micro Search" an einer Social/Semantic Search Engine. Yahoo! Micro Search ist aber keine reine Microformats Suche wie z.B. die Technorati "Microformats Search" sondern unterstützt (wie die Social Graph API) auch RDFa, über <link rel="me" /> verlinkte RDF Dateien wie z.B. FoaF und demnächst soll auch noch GRDDL dazu kommen (bin mal gespannt wie das aussehen soll).

    Der Aufbau der Suchergebnisse ist (zumindest im Hauptteil) eher klassisch wie bei Google oder Yahoo! aufgebaut.

    yahoo-search-results.jpg

    Im oberen Teil der Sidebar werden gefundene GEO-Daten direkt auf einer Yahoo Map dargestellt. Die unten abgebildeten Orte wurden z.B. in meinem Plazes Account gefunden.

    yahoo-search-results-map.jpg

    Darunter sollen wohl gefundene hCalendar-Events mit Hilfe der Smile Timeline angezeigt werden, das habe ich aber leider nicht ausprobieren können… meine war immer leer, ich hoffe das liegt nicht an mir 😉

    Wo bei Google "nur" die Anzahl der Suchtreffer zu einem Suchbegriff angezeigt werden, listet die Micro Search genau auf wie viele davon Profile (z.B. vCards/hCards) oder Events (z.B. hCalendar) sind.

    micro-search-details.jpg

    Fazit: "Yahoo! Micro Search" dient wohl in erster Linie dazu Google einen Schritt voraus zu sein und ein Pendant zu der "Social Graph API" zu schaffen… und wenn schon, ich mag die Idee. Man sollte sich in Zukunft nur im klaren sein, dass arglos veröffentlichte Microformats demnächst auch alle gefunden (und meist auch dessen Autor zugeordnet) werden können…

    Weiterführende Links:

    3 Kommentare zu Yahoo! Micro Search
  • Bisher war für mich das klassische OpenID Prinzip (Sigle Sign-On) der einfachste und eleganteste Weg mich bei Seiten zu registrieren oder anzumelden… bisher! Tobias hat mich gestern auf einen Artikel von Nic Williams aufmerksam gemacht in dem er beschreibt wie man mit myOpenID aus OpenID ein Zero Sign-On macht.

    myOpenID bietet neben dem klassischen Login auch SSL-Zertifikate:

    Ihr Browser wird dieses Zertifikat nutzen, um Ihre Identität bei myOpenID, unter Verwendung von Transport Layer Security(TLS), zu bestätigen. Das Verwenden dieses Zertifikats vermeidet die Notwendigkeit empfindliche Daten, wie Ihr Passwort, eingeben zu müssen.

    Firefox und Internet Explorer unterstützen diese Technik anscheinend auch schon seit den 90ern, es verwendet nur bisher keiner 😉

    Die Einstellungen für myOpenID findet man unter „Kontoeinstellungen“ -> „Authentication Settings“.

    zso-einstellungen.jpg

    Nach dem Zertifikat erzeugen wird das erstellte Zertifikat beim Firefox automatisch an die richtige Stelle kopiert (Bei Safari ist ein Schritt mehr notwendig).

    zso-firefox-alert.jpg

    Im Firefox „Zertifikat-Manager“ sieht das ganze folgendermassen aus:

    firefox-zertifikat-manager.jpg

    Eigentlich war es das jetzt auch schon… Beim nächsten anmelden mit OpenID wird man jetzt nur noch gefragt ob man für das nächste mal angemeldet bleiben will:

    ssl-zertifikat-login.jpg

    Gigantisch! Keine Ahnung warum sich diese Art der Authentifizierung noch nicht weiter herumgesprochen hat, ich jedenfalls hatte keine Ahnung dass myOpenID SSL-Zertifikate unterstützt… um ehrlich zu sein wusste ich bisher gar nichts über Client SSL-Zertifikate und dass nahezu alle Browser sie unterstützen.

    Also ab jetzt wirklich nie wieder Passwörter eintippen 🙂

    14 Kommentare zu „Zero Sign-On“ mit OpenID und SSL
  • Die hAudio – Spezifikation (seit ein paar Tagen in der Version 0.9) bietet Bloggern und Podcastern die Möglichkeit Audio Daten semantischen darzustellen. Das schöne an hAudio ist, dass man nicht nur einzelne Files sondern ganze Playlists erstellen kann. Über das position Attribut kann genau festgelegt werden an welcher Stelle der Playlist es stehen soll.

    The position is used to describe the position of the hAudio item in a list. Examples of hAudio lists can include album track listings, music top 10 lists, playlists, and podcast chapters.

    Ein Beispiel für ein simples hAudio – File:

    <div class="haudio">
       <span class="title">Houston</span> by 
       <span class="contributor">Dean Martin</span>
    </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Mit ein bisschen Arbeit, lässt sich aus mehreren hAudio Dateien auch ein hAudio RSS Feed erstellen, der sogar mit iTunes abonniert werden klann.

    Mehr zu dem Thema hAudio RSS findet man auf WebOrganics oder beim ESW Wiki des W3C.

    1 Kommentar zu hAudio 0.9