Nach einem Blog-Eintrag von Florian Jensen will AOL für seinen Instant Messenger (kurz IM) AIM, zukünftig auf XMPP (oder auch Jabber) setzen.

Eine Anleitung im Jabber Wiki erklärt die Schritte:

  1. JIDs like uin@aol.com or username@aol.com
  2. Host: xmpp.oscar.aol.com : 5222
  3. Allow SASL PLAIN
  4. Turn on StartTLS
  5. Make sure there is no ‚@‘ in the resource (bug in the service). Some clients by default add a resource with an @ in it. So you have to overwrite this

Ich hab das ganze mal mit Adium ausprobiert und mit folgende Einstellungen sollte es funktionieren:

aol-jabber-adium.jpg

Das ganze läuft noch etwas holprig, aber nach ein paar Versuchen hab ich’s dann doch geschafft zu verbinden.

aol-jabber-online.jpg

Vorerst kann man nur anderen AIM-Usern Nachrichten schreiben, aber das wird wohl daran liegen dass der Server noch Beta ist.

Wäre schön wenn AOL XMPP weiter ausbauen würde, um nach dem Einsatz von OpenID einen weiteren großen Schritt in Richtung DataPortability zu gehen.
Wenn jetzt auch noch Yahoo! und Microsoft auf den Offenen Standard umsteigen würden, könnte man in Zukunft vielleicht über einen Account mit ICQ, AIM, Y! Messenger und MSN Nutzern in Kontakt zu treten.

Weiterführende Links:

DataPortability Logo

Nachdem Facebook Robert Scobles Account sperrte, wurde das Thema „Data Portability“ wieder heftigst diskutiert. Robert Scoble hat versucht, seine Kontakte mit Hilfe eines Scripts von Facebook nach Plaxo zu portieren, was wohl gegen die „Terms of Use“ von Facebook widerspricht:

I am working with a company to move my social graph to other places and that isn’t allowable under Facebook’s terms of service. #

In seinem Videobeitrag bei Seesmic äußert Scoble seine Verständnislosigkeit über die einseitige Datenportabilität von Facebook:

Wieso ist es möglich Daten von Google-Mail und anderen System in Facebook zu importieren, aber nicht umgekehrt.

Nach dem Beitritt von Robert Scroble in die DataPortability Workgroup forderte Chris Saad (Gründer von DataPortability.org) in einer öffentlichen Einladung auch Facebook auf, der WorkGroup beizutreten.

Heute Nachmittag gab Chris Saad die tolle Neuigkeit bekannt, dass Facebook der offenen Einladung gefolgt ist, und zusammen mit Google und Plaxo der DataPortability Gruppe beitreten wird.

Eine spannende Geschichte, da Facebook und Google wohl zwei der größten Halter bzw. Nutzer von Persönlichen-Daten sind und man wahrscheinlich davon ausgehen kann, dass sich beide Plattformen, im Sinne der Daten-Portabilität öffnen werden. Ich denke und hoffe, dass aus dem Beitritt dieser Firmen einige interessante Services zum Austausch dieser Daten entstehen werden…
Frei nach dem DP Motto:

imagine owning your identity

Weiterführende Links:

GraphSync ist ein weiteres DataPortability Projekt und richtet sich hauptsächlich an Entwickler. Das Projekt hat das Ziel, ähnlich wie auch DiSo, Daten wie z.B. Profile oder IM Kontakte wiederverwertbar zu machen (Social Network Portability oder Data Portability).

Bei GraphSync geht es aber nicht, wie beim DiSo, darum seine Daten und Netze an zentraler Stelle zu vereinen um sie mit in die verschiedenen Communities zu nehmen, sondern um das genaue Gegenteil:

  1. Pick a proprietary silo of user’s personal social data
  2. Write some open source code to extract their data
  3. Place their data into the open formats listed below.
  4. Link to the code repository on the DataPortability Wiki.
  5. Win the love and admiration of a grateful community

Ziel ist es, proprietäre Daten aus Communities zu extrahieren, um sie dann mit Hilfe von Offenen Standards portabel zu machen. Die von GraphSync vorgeschlagenen Formate sind:

  1. User Details: hCard
  2. Friends List: XFN
  3. Interests: APML
  4. Updates: RSS

Weitere Infos gibts im Wiki oder in der Google Group.

Bin sehr gespannt auf die ersten Services…

DiSo steht für distributed social networking concepts und ist ein Schirm-Projekt für Open Source Social Networking Tools/Plugins haupsächlich für WordPress:

DiSo (dee • so) is an umbrella project for a group of open source implementations of these distributed social networking concepts.

Genauer gesagt geht es darum, offene Standards wie z.B. XFN, OpenID oder sonstige Microformats in z.B. WordPress zu integrieren, um einen weiteren Schritt in Richtung portabler Netze zu gehen. Es wäre also denkbar, dass in Zukunft die Blog-URL der zentrale Identity Manager für die verschiedensten Networks und Communities wird.

Ein paar Gedanken zu möglichen Plugins findet man im Wiki von Chris Messina und einige fertige Plugins befindet sich auch schon im SVN.

Vielleicht macht es ja auch Sinn, das APML WordPress Plugin zu integrieren.

Weitere interessante Artikel zu dem Thema von Steve Ivy:

dataportability

Standardized Data Portability is the next great frontier for the web. As users, our identity, photos, videos and other forms of personal data should be discoverable by, and shared between our chosen tools or vendors. We need a DHCP for Identity. A distributed File System for data. This page will list the standards and contributors who are making it happen.

Mal gespannt was aus dataportability.org wird, hört sich auf alle Fälle schon mal sehr spannend an. Vielleicht findet ja endlich jemand die Musterlösung für Social Network Portability.
Wer interessiert ist, kann schon mal den Feed abonnieren.