Mr. Microformat, Tantek Çelik, schreibt über „10 Practices for Good Open Web Standards Development„… und über Apfelkuchen, Öko-Produkte und Würstchen.
-
Tantek über seine Erfahrungen mit OpenWeb-Standards
Keine Kommentare zu Tantek über seine Erfahrungen mit OpenWeb-Standards -
MyProfile-Project
Das MyProfile-Project ist der erste (glaube ich zumindest) produktive WebID-Provider. Ich bin zwar immer noch kein wirklicher Freund von FoaF, SIOC und dem ganzen Semantic-Web Zeugs, aber vielleicht ist WebID ja wirklich eine alternative zu OpenID… Ich lasse mich gerne überraschen 🙂
MyProfile intends to provide a solution for managing the numerous accounts and profiles that users have on the Internet. Its main purpose is to provide a unified user account, or simply ‘user profile’, which as opposed to current ‘silo’ profiles, would really be under the user’s control, on a device controlled by the user.
Es gibt übrigens auch einen OpenWebPodcast zum Thema WebID…
-
PayPal: Die letzte Chance für OpenID?
Neben all den negativen Meldungen endlich mal wieder ein Highlight für OpenID: Seit dieser Woche ist PayPal offizieller OpenID-Provider mit allen Schikanen (OpenID 2.0, OpenID Simple Registration, OpenID attribute exchange, OpenID user interface, PAPE specification).
Die Meldung ist nicht nur erfreulich, sondern vielleicht auch die Rettung des etwas angeschlagenen offenen Standards. Trotz des eher hinkenden Vergleichs, wurde OpenID immer mit dem Erfolg von Facebook Connect gemessen. Die OIDF hat es durchweg versäumt den Standard als reines „Werkzeug“ sehen und die Produkte basierend auf OpenID zu promoten. Wie ich schon im Webstandards-Magazin (Ausgabe 9: Pfefferles OpenWeb) schrieb:
Facebook Connect ist nicht wegen seinem proprietären System so erfolgreich und der Misserfolg von MySpaceID hat nichts mit den benutzten offenen Standards zu tun. Promote the utility not the technologie. To reach the majority of users who aren’t familiar with OpenID as a technology, promote the ability to log in using an existing account, not „OpenID“ itself. Ich würde sagen das Problem liegt nicht am Protokoll sondern an den fehlenden sinnvollen Anwendungsfällen. OpenID funktioniert überall da, wo der User einen Nutzen hat ohne zu wissen was unter der Oberfläche passiert, beispielsweise „Sign in with Google“ oder „Sign in with Yahoo!“. Wo bleiben also die Killerapplikationen wie z.B. Paypals angekündigtes Express Checkout auf Basis von OpenID?
Reines Single-Sign-On ist ein Geek-Thema und scheint wohl kein generelles Bedürfnis zu befriedigen. Ein „Mit einem Klick-Bezahlen“ ist dagegen eine enorme Chance für Einkäufer und kleine Verkäufer. Wo man bisher, oft durch die langwierige Anmeldung und das hinterlegen der Kontodaten, trotz günstigerer Angebote doch wieder bei Amazon bestellt hat, bietet PayPal in Zukunft vielleicht die Lösung: Schnelles, unkompliziertes und sicheres Einkaufen mit einem „Klick“.
Hoch lebe OpenID 🙂
-
Websemantics: Google, Yahoo! und Bing einigen sich auf einen „Standard“
Google, Yahoo! und Bing haben heute angekündigt, dass sie beim Thema Websemantics zukünftig zusammen arbeiten werden und sich auf einen gemeinsamen Standard einigen wollen (wie vorher auch bei den Sitemaps, robots.txt, um.).
Auf schema.org findet man eine Übersicht alle Schemas die die Suchgiganten in Zukunft unterstützen werden:
This site provides a collection of schemas, i.e., html tags, that webmasters can use to markup their pages in ways recognized by major search providers. Search engines including Bing, Google and Yahoo! rely on this markup to improve the display of search results, making it easier for people to find the right web pages.
Was mich besonders freut: Die Schemas basieren alle auf Microdata und wer meinen Blog regelmäßig verfolgt wird wissen, dass ich das Format sehr schätze! Hier ein Beispiel wie eine Person mit dem neuen Schema aussieht:
<div itemscope itemtype="http://schema.org/Person"> <span itemprop="name">Jane Doe</span> <img src="janedoe.jpg" itemprop="image" /> </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)Soweit so gut, aber… es werden WIEDER einmal weder bestehende Microformats, noch RDFa Schemas auf Microdata portiert, was dazu führt dass mir spontan 5 unterschiedliche Formate einfallen um Personen zu beschreiben: hCard (Microformats), Data-Vocabulary (RDFa- und Microdata-Beschreibung genutzt von den rich-snippets), FoaF (RDFa), vCard (RDFa), schema.org (Microdata).
Die Microformats-Community hat von Anfang an eines richtig gemacht: Es gibt nur eine Stelle an der Microformats definiert werden und man muss einen relativ langwierigen Prozess befolgen um ein neues Format zu definieren. Das führt zwar dazu dass es bisher nur eine handvoll Schemas veröffentlicht wurden, diese aber wohl definiert sind und in der Regel auf bisherigen Formaten aufbauen. Die hCard ist beispielsweise ein 1:1 Abbild der vCard.
Schema.org ist zwar eine ganz nette Idee aber man hat leider versäumt sich mit der Microformats-, RDFa-, RDF- Community zusammenzusetzen und einen gemeinsamen Konsens zu finden!
Wäre folgendes Beispiel so viel komplizierter?
<div itemscope itemtype="http://microformats.org/profile/hcard"> <span itemprop="fn">Jane Doe</span> <img src="janedoe.jpg" itemprop="photo" /> </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)…oder das?
<div itemscope itemtype="http://www.w3.org/2006/vcard/ns"> <span itemprop="fn">Jane Doe</span> <img src="janedoe.jpg" itemprop="photo" /> </div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)Das Format ist letztendlich Geschmackssache… der eine mag lieber die einfachen Microformats, der andere steht mehr auf RDFa und ich bevorzuge Microdata, man sollte sich aber endlich auf ein einheitliches Schema einigen!
Yahoo! zählt knapp zwei Milliarden hCards in ihrem Index und trotzdem diktiert man Webseitenbetreibern etwas komplett anderes auf…
-
Glow.io
Glow.io ist das neue DiSo-Projekt von Darren Bounds (Cliqset):
The simple fact is, Glow is my personal attempt at building a social network that doesn’t sacrifice simplicity, features or user-experience in an effort to promote decentralization, user privacy and data ownership.
-
W3C Workshop on Identity in the Browser
Das W3C startet einen Identity in the Browser Workshop:
As the Web becomes increasingly a focal point for economic and social activity, there is an urgent need for trustworthy, widely-applicable digital identity management. This includes the need for authentication and authorization to work across multiple web-sites, enterprises, devices, and browsers in a uniform and easy-to-use manner.
Leider scheint Chris Messina nicht dabei zu sein… mir hat seine damalige Konzeptstudie sehr gut gefallen!
-
OpenID ABC
OpenID.net hat einen kleinen Ausblick auf die nächste OpenID Version veröffentlicht… Eine Mischung aus OpenID Connect, OAuth 2 und einer Menge JSON-APIs. Schade dass Webfinger scheinbar nicht berücksichtigt wurde und statt dessen die Simple Web Discovery zum Zuge kommt.