Operator 0.9 ist in der finalen Version erhältlich. Neu in dieser Version ist unter anderem:
- Songbird support!
- A new RDFa parser based on the new spec (pages will need to be updated)
- mehr…
Mikroformate sind ein Markup-Format zur semantischen Annotation von HTML oder XHTML. Mikroformat-Annotationen können leicht aus Webseiten extrahiert werden und machen weiteren Programmen (etwa Suchmaschinen) die Bedeutung des Seiteninhalts verständlich.
Operator 0.9 ist in der finalen Version erhältlich. Neu in dieser Version ist unter anderem:
Wer schonmal versucht hat hCard Profile zu importieren wird sicherlich auf ein Problem stoßen: Welche hCard ist die richtige?
Vor ein paar Tagen habe ich ein Gespräch zwischen Dirk Olbertz und Tantek Çelik via Twitter verfolgt, bei dem es genau um dieses Problem ging…
Das Problem der representative hCard kann auf zwei verschiedene Weisen gelöst werden:
…in short 1. url==uid==source. 2. url has rel-me
Die einfachste Möglichkeit ist, zu überprüfen ob eine der (unter der angegebenen Source-URL) gefundenen hCards als URL die die Source-URL enthält. Wenn man sicher gehen will, sollte man die URL zusätzlich noch als UID (RFC2426) auszeichnen.
Ein Beispiel für eine representative hCard für wäre:
<span class="vcard">
<span class="fn">Carsten Pötter</span>
<span class="url uid">http://notsorelevant.com</span>
</span>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Die zweite Möglichkeit ist, nach hCards mit rel="me" URLs zu suchen.
Diese Variante lässt sich natürlich auch mit der Ersten verbinden:
<span class="vcard">
<span class="fn">Carsten Pötter</span>
<span class="url uid" rel="me">http://notsorelevant.com</span>
</span>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Wer also ganz sicher gehen möchte sollte das letzte Beispiel nutzen 🙂
Für Web-Seiten die gar keine Profile oder zumindest keine Profile auf der Startseite haben, könnte rel="me" auch als Delegation zu einer (anderen) Seite mit einer representative hCard genutzt werden.
Beispiel: <link rel="me" href="http://www.notsorelevant.com/ueber/" />
Da es für PHP (meines Wissens) noch keinen XFN-Parser gibt, habe ich mich beim hCard-Commenting WordPress Plugin für die erste Variante (url==uid==source) entschieden… Ich hoffe es funktioniert 🙂
Weitere Informationen zu representative hCards im Microformats-Wiki:

Amit Kumar (Director, Product Management, Yahoo! Search) hat heute weitere Details der geplanten Yahoo! Search open platform veröffentlicht.
Der erste Punkt ist der Support einer großen Spanne an Web-Semantiken wie z.B. RDF, Microformats und OpenSearch:
Initially, we plan to support a number of microformats, including hCard, hCalendar, hReview, hAtom, and XFN. Yahoo! Search will work with the web community to evolve the vocabulary framework for embedding structured data. For starters, we plan to support vocabulary components from Dublin Core, Creative Commons, FOAF, GeoRSS, MediaRSS, and others based on feedback. And, we will support RDFa and eRDF markup to embed these into existing HTML pages.
Ein Beispiel für eine semantische Suche hat Yahoo! ja schon mit seiner Microsearch gezeigt.
Der zweite wesentliche Punkt ist, dass die Yahoo! Search open platform offen für third-party Developers sein wird. Es wird also möglich sein, über eine API auf die strukturierten Inhalte aus dem Yahoo! Index zuzugreifen.
Hört sich sehr spannend an, bin gespannt auf die Umsetzung und die Möglichkeiten der API.
Wer sich für die open search platform anmelden möchte, kann das hier tun.
Weitere Infromationen:

Ich habe heute morgen bei Keasone schon den ersten (deutschsprachigen) Bericht über den Internet Explorer 8 (beta) gelesen. In den Genuss, ihn selber zu testen, bin ich leider noch nicht gekommen, habe aber gerade ein paar interessanten Artikel über ein neues IE8 Feature gelesen.
Mit dem neuen Internet Explorer ist es möglich Teile einer Webseite direkt zu abonnieren, um über Änderungen dieser Bereiche Informiert zu werden, ohne den Umweg über einen RSS-Feed gehen zu müssen. Das Besondere an den so genannten „WebSlices“ ist, dass sie dem hAtom Microformat bis auf ein paar kleine Unterschiede gleichen.
WebSlices are enabled by adding HTML annotations directly to the Web page. WebSlices use a combination of the hAtom Microformat and the WebSlice format to describe a subscribable portion of a Web page. This section covers the primary, expiration, and bandwidth properties of a WebSlice.
Das heißt, Microsoft hat weitestgehend die Attribute des hAtom Formats verwendet und einen eigenen „Container“ darum gesetzt. Statt class="hfeed hentry" heißt es in der WebSlices-Definition class="hslice"…
Der Aufbau eines WebSlices sieht folgendermassen aus:
<div class="hslice" id="1">
<p class="entry-title">Item - $66.00</p>
<div class="entry-content">high bidder: buyer1
...
</div>
</div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Das hAtom Format im Vergleich:
<div class="hfeed hentry" id="1">
<p class="entry-title">Item - $66.00</p>
<div class="entry-content">high bidder: buyer1
...
</div>
</div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Prinzipiell ist die Idee hinter WebSlices, Teile einer Webseite abonnieren zu können, super… schade ist nur, dass sie nicht auf bestehende/etablierte Formate wie hAtom zurückgreifen, sondern wieder ein eigenes proprietäres Format schaffen müssen.
Ich verstehe auch nicht ganz den Sinn hinter diesem Schritt… hAtom ist mittlerweile ein relativ weit verbreiteter Standard (einige Beispiele) und würde dem WebSlices-System sofort einen Anwendungsfall bieten. Durch das Schaffen eines eigenen Formates dauert es seine Zeit, bis Webseiten-Betreiber dieses auch umsetzen (wenn sie es überhaupt umsetzen).
Ich hoffe dass Microsoft seinen Kurs ändern wird oder zumindest das hAtom Format als alternative zu ihrem hSlice ermöglicht.
Wer sich nicht zwischen RDFa und Microformats entscheiden kann und nicht sehr viel von dem Transformation-System GRDDL hält, kann seine HTML Inhalte natürlich auch mit beiden Formaten auszeichnen. Gerade die Profil- und Kalender-Semantiken bieten sich wegen ihrer Ähnlichkeit besonders an.
hCard und RDFa vCard:
<body xmlns:contact="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#">
<div class="vcard">
<span class="fn" property="contact:fn">Max Mustermann</span>
<a class="email" rel="contact:email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
max.mustermann@example.org
</a>
<div class="adr" property="contact:adr">
<span class="street-address" property="contact:street">Street</span>
<span class="country-name" property="contact:country">Country</span>
</div>
</div>
</body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
…oder hCalendar und RDFa iCalendar:
<body xmlns:cal="http://www.w3.org/2002/12/cal/ical#">
<div class="vevent" instanceof="cal:Vevent">
<span class="summary" property="cal:summary">Ein Event</span>
<span property="cal:dtstart" content="20070916T1600-0500">
<abbr class="dtstart" title="20070916T1600-0500">
September 16th at 4pm.
</abbr>
</span>
</div>
</body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Legende: Microformats bzw. RDFa
So, als nächstes schau ich mir mal die RDFa Attribute näher an…
Wer sich viel mit Microformats beschäftigt, ist sicher schon öfters über den Begriff RDFa gestolpert. Die Idee, (X)HTML semantischer zu machen, ist bei beiden Formaten gleich, der Unterschied liegt hauptsächlich in der Syntax.
Während Microformats ausschließlich auf HTML 4.01 bzw. XHTML 1.0 validen Tags und Attributen basiert:
<div class="vcard">
<span class="fn">Max Mustermann</span>
<a class="email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
max.mustermann@example.org
</a>
</div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Beispiel hCard
…basiert RDFa auf dem klassischen RDF und mit XHTML 2.0 neu eingeführten Attributen wie z.B. property und about:
<body xmlns:contact="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#">
<span property="contact:fn">Max Mustermann</span>
<a rel="contact:email" href="mailto:max.mustermann@example.org">
max.mustermann@example.org
</a>
</body>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Eine gute Einführung in das Thema RDFa bietet das Video von Manu Sporny:
Rein Technisch gesehen ist RDFa, durch die Nutzung von Namespaces und die bessere Skalierbarkeit durch URIs, definitiv der bessere Standard. Ich denke trotzdem nicht dass RDFa die Microformats in näherer Zukunft ablösen wird, da RDFa nur unter XHTML 2.0 möglich ist und (meines Wissens) im Konkurrenz-Format (X)HTML 5.0 nicht angedacht wird. Es ist deshalb notwendig beide Formate weiter voranzutreiben und so weit wie möglich auf einem einheitlichen Standard, wie z.B. der vCard im oben beschriebenen Beispiel, aufzubauen. Während der Übergangsphase ist es so relativ einfach mit GRDDL zwischen den beiden Formaten zu transformieren.
In seinem Artikel „RDFa vs microformats“ beschreibt Evan Prodromou die für ihn notwendigen Schritte für die Zukunft von RDFa:
Mal schauen wie es wirklich kommt und was sich in Zukunft durchsetzen wird…
Wer sich für das Thema interessiert, kann ja mal Semantic Radar für Firefox ausprobieren. Semantic Radar macht (ähnlich wie Operator für Microformats) RDF und RDFa Inhalte in Webseiten sichtbar.
Es gibt seit heute einen Release Candidate von Operator 0.9. Neben Performance-Verbesserungen und einigen Fixes wurde hauptsächlich die Erkennung von „Nested Microformats“ verbessert.

So, endlich komm ich neben den ganzen DataPortability und OpenID News auch mal wieder zu meinen sehr geschätzten Microformats 😉
Yahoo! Research Barcelona bastelt mit "Yahoo! Micro Search" an einer Social/Semantic Search Engine. Yahoo! Micro Search ist aber keine reine Microformats Suche wie z.B. die Technorati "Microformats Search" sondern unterstützt (wie die Social Graph API) auch RDFa, über <link rel="me" /> verlinkte RDF Dateien wie z.B. FoaF und demnächst soll auch noch GRDDL dazu kommen (bin mal gespannt wie das aussehen soll).
Der Aufbau der Suchergebnisse ist (zumindest im Hauptteil) eher klassisch wie bei Google oder Yahoo! aufgebaut.

Im oberen Teil der Sidebar werden gefundene GEO-Daten direkt auf einer Yahoo Map dargestellt. Die unten abgebildeten Orte wurden z.B. in meinem Plazes Account gefunden.

Darunter sollen wohl gefundene hCalendar-Events mit Hilfe der Smile Timeline angezeigt werden, das habe ich aber leider nicht ausprobieren können… meine war immer leer, ich hoffe das liegt nicht an mir 😉
Wo bei Google "nur" die Anzahl der Suchtreffer zu einem Suchbegriff angezeigt werden, listet die Micro Search genau auf wie viele davon Profile (z.B. vCards/hCards) oder Events (z.B. hCalendar) sind.

Fazit: "Yahoo! Micro Search" dient wohl in erster Linie dazu Google einen Schritt voraus zu sein und ein Pendant zu der "Social Graph API" zu schaffen… und wenn schon, ich mag die Idee. Man sollte sich in Zukunft nur im klaren sein, dass arglos veröffentlichte Microformats demnächst auch alle gefunden (und meist auch dessen Autor zugeordnet) werden können…
Weiterführende Links:
Die hAudio – Spezifikation (seit ein paar Tagen in der Version 0.9) bietet Bloggern und Podcastern die Möglichkeit Audio Daten semantischen darzustellen. Das schöne an hAudio ist, dass man nicht nur einzelne Files sondern ganze Playlists erstellen kann. Über das position Attribut kann genau festgelegt werden an welcher Stelle der Playlist es stehen soll.
The position is used to describe the position of the hAudio item in a list. Examples of hAudio lists can include album track listings, music top 10 lists, playlists, and podcast chapters.
Ein Beispiel für ein simples hAudio – File:
<div class="haudio">
<span class="title">Houston</span> by
<span class="contributor">Dean Martin</span>
</div>Code-Sprache: HTML, XML (xml)
Mit ein bisschen Arbeit, lässt sich aus mehreren hAudio Dateien auch ein hAudio RSS Feed erstellen, der sogar mit iTunes abonniert werden klann.
Mehr zu dem Thema hAudio RSS findet man auf WebOrganics oder beim ESW Wiki des W3C.
Gestern vor vier Jahren hielten Tantek Çelik and Kevin Marks eine Präsentation über „real world semantics“. Die Präsentation machte an Beispielen wie XFN und einigen rel-Design-Pattern klar, wie es Designern und Entwicklern möglich ist, mit bestehenden Formaten wie X/HTML semantisch zu arbeiten.
Mittlerweile hat sich aus ein paar HTML Design Pattern eine große Open-Standards-Bewegung entwickelt, aus der noch mind. ein Duzent neuer (sog.) Mikroformate heraus entstanden sind. Microformats wie z.B. die hCard oder XFN sind heute Basis von weiteren Open-Standard-Groups wie z.B. Data- oder Social-Network-Portability und große Unternehmen wie Google, Yahoo, Apple oder Mozilla setzen auf ein breites Spektrum dieser „real world semantics“.
Wahrscheinlich haben Microformats gerade durch ihren pragmatischen Ansatz die Semantic Web Idee einen ganzen Schritt voran getrieben und gezeigt, dass Semantiken nicht nur mit RDF oder OWL sondern auch mit simplen HTML class– und rel-Attributen möglich ist.
Vielen Dank an alle Entwickler und Designer die die Microformats Idee voran getrieben haben und vor allem an Tantek…
via zeldman