Schlagwort: Microformats

Mikroformate sind ein Markup-Format zur semantischen Annotation von HTML oder XHTML. Mikroformat-Annotationen können leicht aus Webseiten extrahiert werden und machen weiteren Programmen (etwa Suchmaschinen) die Bedeutung des Seiteninhalts verständlich.

  • haudio-icons.jpg

    Nachdem der transformr so viele hAudio-Features bietet, muss auch ein hAudio-Icon (im Stil der Microformats-Icons) her 🙂

    Wie gefallen euch meine Vorschläge? Irgendwelche Anregungen?

    5 Kommentare zu hAudio Icons
  • microformats.jpg

    Da ich mich in den letzten Monaten viel mit Themen wie DataPortability oder dem Semantic Web beschäftigt habe, kam mir die Frage welche Rolle Microformats in Zukunft einnehmen werden.

    Microformats und DataPortability

    Bisher sind zwei (mit hAtom drei) Mikroformate im DataPortability-Konzept enthalten:

    • hCard – zum Austausch von Profildaten
    • XFN – zum Austausch von Freundschafts-Netzen
    • (hAtom – als Alternative zu ATOM oder RSS)

    Ich denke aber nicht, dass Microformats (zumindest in der klassischen HTML-Version) über längeren Zeitraum diese Position in der DataPortability-Idee einnehmen werden. Microformats sind zwar weit verbreitete und simple Formate um Informationen semantisch aufzubereiten, sind aber schwer zu parsen (HTML) und bieten keinen wirklichen Authentifizierungsmechanismus (da sie direkt im HTML-Quelltext stehen).

    Ich bin der Meinung dass OpenID und FoaF alle Eigenschaften von Microformats auf eine wesentlich bessere Weise lösen können. FoaF ist losgelöst von der normalen Webseite und kann so problemlos über OAuth oder OpenID geschützt werden und bildet sogar Profildaten und Freundesnetze ab. Noch einfacher wäre OpenID Attribute Exchange, da so SingleSignOn, Portabilität und Authentifizierung mit einem Standard abgedeckt sind.

    Den einzigen DP-Anwendungsfall den ich mir für Microformats vorstellen könnte wäre eine Alternativ-Form (zu HTML) wie z.B. JSON oder XML, da sie sich im Gegensatz zu Attribute Exchange oder FoaF an bestehende Standards (z.B. vCard) halten und wohl definiert sind, würde aber nicht mehr viel mit der klassischen Idee der Microformats zu tun haben.

    Microformats und das Semantic Web

    Microformats werden auch immer wieder (fälschlicherweise) als Teil des Semantic Web bezeichnet und lassen sich dank GRDDL auch problemlos in dieses integrieren, bieten aber sonst keinerlei Semantic-Web-Eigenschaften. Nach der Veröffentlichung von RDFa haben Microformats aber auch einen schlechten Stand als „real world semantics“.

    Ein wesentliches Defizit der µF im Vergleich zu RDFa ist die schlechte Skalierbarkeit und das Problem der fehlenden Triples.

    Sieht man das Semantische Web als Zukunft des Internets, werden µF wohl in nächster Zeit auch auf diesem Gebiet von dem wesentlich semantischeren RDFa abgelöst.

    Jedem offenen Standard eine Nische

    Bei Medientheoretikern gibt es die These dass „bislang noch kein Medium von einem anderen überflüssig oder verdrängt worden wäre„, warum sollte das nicht auch für offene Standards gelten 🙂

    Ich kann mir zwei sinnvolle Anwendungsgebiete für Microformats vorstellen (über die ich auch noch etwas detaillierter schreiben möchte), in denen es (noch) keine bessere Alternative gibt.

    searchmonkeyLogo147x150.gif

    Microformats sind direkt in die Webseite integriert und benötigen keinen Backchannel wie z.B. bei XML-Schnittstellen wie RSS, deshalb bietet es auch eine Ideallösung für Semantische Suchmaschinen wie z.B. Yahoo!s Search Monkey oder Technorati Kitchen. Suchmaschinen haben durch uF die einmalige Möglichkeit, strukturierte Inhalte zu indexieren und auf deren Basis, Systeme wie z.B. Kalender, online Telefonbücher und Musiksuchen abzubilden. Hier haben Mikroformate durch die Anzahl der schon definierten Formate und deren weite Verbreitung auch einen enormen Vorteil gegenüber RDFa.

    Eine zweite Niesche beschreibt Sascha Konietzke in seinem Artikel What Are Microformats and What Do They Mean to Mobile?. Die meisten Handys unterstützen mittlerweile normales XHTML und wären somit ein idealer Client für Microformats. Der Hauptfokus neben dem Telefonieren und dem SMS schreiben liegt bei Handys auf dem Adressbuch oder dem Kalender, also genau den zwei weit verbreitetsten Mikroformaten hCard und hCalendar. Auch die, ursprünglich für Twitter entworfenen, Nanoformats wären ein idealer Standard um semantisch zu SMSen 🙂

    Auch wenn Microformats keine Ideallösungen für DataPortability sind und nicht der Semantic Web Idee entsprechen, gibt es sicherlich genug sinnvolle Anwendungsgebiete.

    1 Kommentar zu Die Zukunft der Microformats
  • Jetzt wo der Release Candidate 1 von Firefox 3 erhältlich ist, fragen sich einige wo denn die „versprochenen“ Microformats sind. Michael Kaply, der Macher von Operator (und meines Wissens auch der Mann hinter der Firefox-Microformats-API) versucht diese Frage in seinem Weblog zu beantworten:

    The answer is that there is a microformats API in Firefox 3, but unfortunately there is nothing available in the UI for this release.[…]

    The primary reason that microformats aren’t exposed in the Firefox UI is that there was never any agreement as to how to expose them.

    Da hatte ich damals ja gar nicht so unrecht:

    Ich bin mir nicht 100%ig sicher, aber ich glaub es wird nur eine API für das Parsen von Microformats gestellt, da es das Operator Plugin ja auch für Firefox 3 gibt.
    Wie das mit den oben genannten Selektoren aussieht weiß ich auch nicht.

    Wer sich für das Thema Firefox, Microformats und die Zukunft von Operator interessiert, sollte sich einfach mal Kaplys kompletten Artikel durchlesen.

    4 Kommentare zu Wo sind die Microformats im Firefox 3
  • transformr.png

    Martin McEvoy von WebOrganics hat gerade den Microformats Transformr angekündigt. Die Daseinsberechtigung des Transformr neben Optimus, dem Chef-Transformer (ich hoffe die Transformers sind euch ein Begriff 🙂 ), ist die umfassende hAudio-Unterstützung, was wohl daran liegt dass Martin McEvoy aktiv an diesem Standard mitarbeitet.

    hAudio Features:

    • hAudio to RSS
    • hAudio to RSS2
    • hAudio to XSPF

    XSPF („spiff“) steht für XML Shareable Playlist Format und ist ein offener XML-Standard für Playlisten.

    Ein weiteres interessantes Feature ist hFoaF welches hCards und XFN in FoaF wandelt.

    Keine Kommentare zu YAMT: Yet another Microformats Transformr
  • hcard-adressbuch.jpg

    Avatars ist ein kleines Plugin für das Address Book (Mac) um die Profilbilder der Kontakte per Gravatar, Pavatar oder hCard-Photo zu vervollständigen. Nach der Installation ist das Plugin über »Visitenkarte > Download Custom Image« erreichbar und versucht anhand der E-Mail – Adressen ein Gravatar und anhand der URLs ein Pavatar oder ein hCard-Photo zu finden.

    Großartige Idee 🙂

    Ein anderes schickes Tool um hCards in das Address Book zu importieren (welches ich schon vor einiger Zeit vorgestellt hatte) ist übrigens der vCard Explorer.

    (via)

    5 Kommentare zu hCard-Photo als Profilbild
  • In den letzten Tagen wurde in der Microformats-Community viel über das Thema standardisiertes Parsen und einheitliches Darstellen der verschiedenen Mikroformate (hCard im speziellen) diskutiert.

    Leider gab es bisher keinen einheitlichen „Microformats-Acid-Tests“ sondern nur vereinzelte (projektspezifische) Seiten um einige Spezialfälle zu testen.

    microformats-testsuites.jpg

    Glenn Jones, einer der Macher von ufXtract hat jetzt eine sehr schöne Microformats-Testsuite erstellt, die parser-unabhängig funktionieren soll um eventuelle Interpretationsfehler erkennen und vergleichen zu können.

    The Testrunner

    Um die Tests so einfach wie möglich zu gestalten, hat Glenn einen einen JavaScript-Testrunner entwickelt (siehe Screenshot). Testen kann man den Runner unter z.B. http://ufxtract.com/testsuite/hcard/1.0/hcard1.htm in dem man einfach Alt + X drückt (CTRL + ALT + X auf dem Mac).

    Hier sei nochmal erwähnt warum es so wichtig ist, dass jeder Parser das gleiche (micro)JSON-Format nutzt:

    Please note that at this stage the JSON standardisation process can cause a test to be marked as failed when it could be judged to have passed. #

    Nur bei einer gleichen JSON-Struktur kann der Output sinnvoll verglichen werden. Eine erste Version der jCard (danke nochmal an Gordon Oheim für sein Engagement) findet man im Microformats-Wiki.

    Testsuite-API

    Wer die Testsuite für seinen eigenen Parser einsetzen will, sollte sich mal die Testsuite-API zu Gemüte führen.

    Rather than just build something in isolation I thought it would be nice to find a way to share this work with the community. #

    Großartige Arbeit!

    Interessante Links zu dem Thema:

    Keine Kommentare zu Microformats Testsuites
  • Ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, in einem Excel-Sheet nach Semantiken zu suchen (oder es semantisch anzureichern)…

    Charles Eames hat (2005) einen interessanten Artikel zum Thema „Adding Semantics to Excel with Microformats and GRDDL“ geschrieben (es funktioniert wirklich, ich hab’s ausprobiert).

    Seine Idee:

    Unfortunately, spreadsheets are a mish-mash of structured but meaningless data; there’s no easy way to tell which columns contain data and which ones are headers. To make them useful, we have to add some reusable, stable semantics to them.

    Eigentlich hatte aber ein Anderer schon zwei Jahre vorher einen ähnlichen Gedanken… Dan Connolly (eine Semantic-Web Ikone) schrieb 2003 schon über „Grokking Triples from Spreadsheets„.

    Sean notes that there are lots of triples in spreadsheets. Yup. After my Aug 2003 trip to Montreal for Extreme, I used gnumeric as an RDF authoring tool to collect all the gas receipts and such; then the Makefile has this stanza to convert it to RDF […]

    Großartig 🙂

    Keine Kommentare zu Semantic Excel
  • hCard2QRCode verwendet jetzt wenn möglich cURL, sonst wie gehabt file_get_contents()… damit sollte es dann bei den Meisten Hostern laufen…

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  • no longer available 🙁

    Keine Kommentare zu Monkeyformats Screencast
  • Michael Kaply plant einige interessante neue Features für Operator (Firefox Microformats-Addon).

    Um User-Skripte vor der Installation nicht erst herunterladen zu müssen, sollen die Skripte von JS auf XML umgestellt werden. Als Basis für das XML-Modell wurde das, von Microsoft spezifizierte, OpenService Format angedacht.

    So könnte ein Script z.B. aussehen:

    <?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
    <openServiceDescription
      xmlns="http://www.microsoft.com/schemas/openservicedescription/1.0">
      <display>
        <name>Find with MapQuest</name>
        <icon>http://www.mapquest.com/favicon.ico</icon>
      </display>
      <homepageUrl>http://www.mapquest.com</homepageUrl>
      <activity category="Map">
        <activityAction context="hCard.adr">
          <execute method="get"
            action="http://www.mapquest.com/maps/map.adp?searchtype=address">
            <parameter name="address" value="{street-address}"/>
            <parameter name="city" value="{locality}"/>
            <parameter name="state" value="{region}"/>
            <parameter name="zipcode" value="{postal-code}"/>
            <parameter name="country" value="{country-name}"/>
          </execute>
        </activityAction>
      </activity>
    </openServiceDescription>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Weitere Gedanken zu der „OpenService extension for microformats contexts“ oder „Automatic Discovery“ findet ihr im Microformats Wiki

    Keine Kommentare zu Operator Userscripts zukünftig im OpenService XML-Format