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So, die erste Folge im neuen Jahr hat ein wenig gedauert (dafür war die Weihnachts-Folge ja etwas länger 😉 ) aber jetzt ist sie fertig. Thema ist diesmal Privacy im Internet… Christian berichtet ein wenig vom vom 25. Chaos Communication Congress und ich gehe etwas näher auf das Thema Password Anti Pattern, Phishing und Delegated Authorization ein.

Viel Spaß beim hören und ich freue mich wie immer über reichlich Feedback.

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haudio

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Sebastian, Christian und ich wünschen euch natürlich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr… Feiert schön! Damit euch während den Feiertagen nicht so langweilig wird, gibt’s diesmal eine etwas längere Weihnachtsfolge in der wir versuchen einen kleinen Open Web Jahresrückblick bzw. Ausblick zu geben.

Viel Spaß beim hören und bis nächstes Jahr 🙂

Weitere Links zur Sendung gibt’s wie immer im Wiki!

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Seit dem Start von Facebook Connect wurde das proprietäre System immer wieder mit OpenID verglichen. Dass OpenID im direkten Vergleich den kürzeren zieht ist klar, immerhin handelt es sich bei dem offenen Standard „nur“ um ein Single-Sign-On System und nicht, wie bei Facebook Connect, um ein umfassende Komplettlösung.

Wie Marc Canter schon vor einigen Tagen bemerkt hat sollte OpenID eher als ein kleines Teil des „Identity Puzzles“ ansehen:

…that OpenID is NOT a full solution – it is an important piece of the identity puzzle … but OpenID can – actually solve all these issues – by embracing other complementary technologies (like oAuth, OpenSocial, Portable Contacts, microformats, FOAF and RSS/Atom) to create a wrapper solution oriented approach – focused on simplifying the the whole ID conundrum for end-users.  Barriers of entry, usability issues and confusing messages can all be solved by OpenID positioning itself as a single point-of-contact solution.

Warum aber so viele kleine Standards und nicht einfach OpenID zum Open Connect aufblasen?
OpenID in seiner jetzigen Form hält den Open Stack dezentral und macht die Komponenten austauschbar:

  • Jeder der oben genannten Standards ist sowohl alleine als auch in Kombination nutzbar, was den Entwicklungsaufwand für Spezialfälle vereinfacht. Braucht eine Community eine Single-Sign-On Lösung, ist auch nur ein OpenID in seiner jetzigen (unaufgeblasenen) Form nötig. Steigen nachträglich die Anforderungen, kann der Stack beliebig erweitert werden.
  • Bestehende Informationen können (wenn eine entsprechende Schnittstelle besteht) wiederverwendet werden und müssen nicht alle über ein System bereitgestellt werden, der OpenID Provider muss nur wissen wo diese Informationen zu finden sind. (Ein schönes Beispiel für ein solches dezentrales System ist die OpenID + PortableContacts Beispiel-Implementierung von JanRain)
  • Die Komponenten des Open Stack sind beliebig austauschbar. Es ist prinzipiell egal ob man den Sozialen Graphen über XFN, FoaF oder Portable Contacts importiert oder alle Varianten unterstützt.

Das vorgestern angekündigte MySpaceID (aka Data Availability) scheint ein erster Schritt in Richtung Open Stack zu sein und auch Googles Friend Connect ist auf einem guten Weg. Es gibt sicherlich noch einiges zu tun um die Bausteine etwas besser miteinander zu verbinden (z.B. OpenID und OAuth zu kombinieren) aber ich bin weiterhin optimistisch und glaube dass sich der offene und dezentrale Ansatz durchsetzen wird.

Bei meiner Recherche zu XRDS bzw. XRI (dem XML-Standard auf dem z.B. auch die OpenID und OAuth Discovery basieren) bin ich (dank Thomas Huhn) auf den XRI Busy Web Developer’s Guide gestoßen und jetzt frage ich mich, warum nicht alle Spezifikationen so erklärt werden können.

Das <XRDS /> Element wird z.B. so beschrieben:

Note: Busy web developers will almost never ask for this type of document.

Zu Deutsch: Es wird zwar der Vollständigkeit halber erwähnt, aber ignorier es doch einfach 🙂

Großartig!

Falls jemand ein „JanRain OpenID Lib for busy Web Developers“ oder „OpenSocial for busy Web Developers“ kennt… ich wäre interessiert 😉

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So, Folge 3 ist fertig! Diesmal leider nur mit Christian und mir da Sebastian bei Radio Fritz ein bisschen Werbung für unseren Podcast gemacht hat 🙂

Die aktuelle Folge behandelt das Thema OAuth von eher allgemeinen Dingen (Anwendungsgebiete, Beispiel-Applikationen, Abgrenzung zu OpenID) bis zur detaillierten Funktionsweise des offenen Standards.

Ich freue mich wie immer über Kommentare und Anregungen 🙂

Die Links zur Sendung findet ihr hier!

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Nach der Demo von Brian Ellin auf dem Portable Contacts Summit…

Brian Ellin of JanRain has successfully combined OpenID, XRDS-Simple, OAuth, and the Portable Contacts API to start showing how each of these building blocks should come together.

und der Ankündigung, Portable Contacts in myOpenID zu integrieren…

Portable Contacts is an emerging standard for transferring profile data and social connections across websites. Look for upcoming support of this new standard in myOpenID!

…habe ich endlich auch eine funktionierende Demo im Web gefunden. Notwendig für die Testanwendung sind ein myOpenID Profil und ein Plaxo-Account.

Zuerst muss man über den myOpenID Einstellungen Plaxo als seinen Portable Contacts – Provider angeben,

openid-porc.jpg

sich mit seiner OpenID an der Demoseite anmelden,

den Zugriff auf die eigenen Daten gewähren

Plaxo Pulse.jpg

und die Demo-Anwendung bekommt meine Kontakte übermittelt.

OpenID with Portable Contacts Demo.jpg

Im besten Fall laufen diese Schritte völlig automatisch ab und der Anwender hat nicht mehr zu tun als seine Einverständniserklärung per Knopfdruck zu geben. Ein schöner Anwendungsfall für dieses Beispiel wäre z.B. eine OpenID-Neuanmeldung bei einer Community mit anschließendem Import aller Kontakte.

Was ich an diesem Beispiel außerdem sehr schätze ist, dass JanRain die Portable Contacts API in seinen OpenID-Provider integriert hat ohne sie wirklich integriert zu haben… Der Fokus von myOpenID bleibt weiterhin auf OpenID und die Portable Contacts Anfragen werden lediglich über XRDS-Simple an z.B. Plaxo weiterdelegiert.

So zentral kann dezentral sein 🙂

David Recordon stellt auf O’Reilly – Radar zwei der spannendsten Ergebnisse des gestrigen PortableContacts Hackathon (bei Six Apart) vor:

Joseph Smarr and Kevin Marks of Google hacked together a web transformer that integrates Microformats, vCard, and the Portable Contacts API. Given Kevin’s homepage which is full of Microformats, they’ve built an API that extracts his profile information from hCard, uses a public API from Technorati to transform it to vCard, and then exposes it as a Portable Contacts API endpoint. Not only does this work on Kevin’s own page, but his Twitter profile as well which contains basic profile information such as name, homepage, and a short bio.

Ein schönes Beispiel was man mit semantisch ausgezeichneten Informationen machen kann und dass Microformats eben auch (ohne viel Aufwand und mit ein bisschen Transformation) in höherwertige APIs integriert werden können… also keine hCard wurde umsonst geschrieben 🙂

Brian Ellin of JanRain has successfully combined OpenID, XRDS-Simple, OAuth, and the Portable Contacts API to start showing how each of these building blocks should come together. Upon visiting his demo site he logs in using his OpenID. From there, the site discovers that Plaxo hosts his address book and requests access to it via OAuth. Finishing the flow, his demo site uses the Portable Contacts API to access information about his contacts directly from Plaxo. End to end, login with an OpenID and finish by giving the site access to your address book without having to fork over your password.

Dazu brauche ich nicht mehr sagen, als: Implementieren! Sofort und überall 😉