Am Tag als delicious starb machten sich alle (zu recht) sorgen um ihre Bookmarks und es entfachte eine kleine Diskussion unter Geeks, wo denn die eigenen Daten am sichersten wären: Jeremy Keith verwaltet seine Bookmarks nun selbst und schickt nur Kopien an delicious & Co., Tantek Celik tweetet auf seinem eigenen Webspace und sendet nur eine Kopie an Twitter, … Früher hatte man seine Daten in Sozialen Netzen und benutzte APIs um sie in die Sidebar des eigenen Blogs zu bekommen und jetzt läuft alles andersrum?
Damit das ganze Zeug über das ich so einmal im Quartal im Webstandards-Magazin schreibe nicht pure Science Fiction bleibt, hab ich mich die letzten Wochen mal daran gemacht, ein bisschen Federated Social Web für WordPress zu basteln!
Vor einigen Monaten kam Pepijn de Vos auf mich zu, ob ich ihm nicht bei einem „OStatus for WordPress“ (noch nicht runterladen! funktioniert noch nicht!) helfen wolle. Das damals größte Problem: Wie können wir so viele besehenden Plugins (pubsubhubbub, webfinger, …) wiederverwenden, ohne die Installation zu kompliziert zu gestalten. Da dieses Problem mittlerweile behoben ist und auch das Salmon-Plugin einigermaßen funktioniert, ist es Zeit für einen Test!
Ich würde mich freuen, wenn ihr zwei, drei oder vier Leser da draußen mal diesen Blog bei Status.net oder Identi.ca (oder bei jedem anderen StatusNet-Klon) abonnieren und wie wild auf diesen Artikel antworten könntet. Dazu müsst ihr einfach pfefferle at notizblog dot org folgen:
…und auf diesen Post antworten:
Was bisher funktioniert:
Artikel landen in Echtzeit bei StatusNet/Identi.ca (pubsubhubbub)
Antworten auf diese Artikel landen als Kommentare bei WordPress (salmon)
Zukünftige Features:
Kommentare auf WordPress-Seite sollen auch nach StatusNet/Identi.ca geschrieben werden
Bessere Integration in BuddyPress
…alles was euch noch so einfällt!?!
Ich würde mich sehr über Feedback, Fragen, Anregungen, Kritik, … freuen. Viel Spaß beim testen!
…sollte alles gut funktionieren, werde ich die Plugins dann nächste Woche veröffentlichen, also TESTEN!
Die Open Social Foundation plant die zweite Version des Social-Widget-APIs und will sich diesmal noch mehr an bestehenden Standards orientieren:
Areas of exploration include but are not limited to: – Aligning with Activity Streams, OStatus, SWAT0, and OEmbed – Deprecating or wholesale removal of little used features. – Removing ambiguity and tightening up the spec.
…darum geht es in der OpenWeb Kolumne des aktuellen Webstandards-Magazins (seit gestern (18.12.2010) im Fachhandel). Hier ein kleiner Auszug:
DataPortability war das Thema in 2008, 2009 wurde der Begriff OpenWeb geprägt und nun dreht sich alles um das Federated Social Web.
Chris Messina nennt es Distributed Social Network (kurz DiSo), bei Khris Loux heißt es SynapticWeb, Chris Saad bevorzugt das Interoperable Web und Evan Prodromou führt jetzt noch einen weiteren Begriff ein: „Federated Social Web“. Aber wo liegen die Unterschiede?
Würde mich sehr über euer Feedback freuen!
…man kann sich übrigens gerade alle alten Ausgaben des Magazins für lau runterladen… es kosten nur einen Tweet!
Etwas älter als zwei Jahre, 30 Folgen und wieder aktiv 🙂
Pünktlich zu Weihnachten haben wir den OpenWeb-Podcast wiederbelebt. Nach einer langen Sommer+Herbst-Pause haben wir (Christian und ich) uns das Thema Diaspora* vorgenommen.
Google veröffentlicht Tests mit OpenID Google hat vor einigen Tagen ein paar nette Dokumente/Demos/Videos veröffentlicht, die die Implementierung von OpenID vereinfachen soll.
The website at openidsamplestore.com was built to demonstrate how a website that already allows users to login can help those users (and new users) leverage OpenID to login.
OpenID-Provider gibt es genug, jetzt ist es an der Zeit auch mal ein paar Relying Parties zu bauen.
Extensible Resource Descriptor Am 1. November wurde die erste finale Version von XRD veröffentlicht. XRD ist eine Art API-Beschreibung in XML und eine vereinfachte Variante von XRDS/XRDS-Simple (wird z.B. von OpenSocial verwendet), außerdem basieren OStatus und Webfinger auf XRD.
Simple Web Discovery XRD ist, wie schon erwähnt, wesentlich simpler als XRDS oder XRDS -Simple, aber manchen ist es immer noch zu komplex.
Simple Web Discovery (SWD) defines a HTTPS GET based mechanism to discover the location of a given type of service for a given principal starting only with a domain name.
Die Informationsflut im Internet nimmt immer mehr zu und FeedReader bieten bisher keine wirkliche Möglichkeit diese Informationen sinnvoll zu filtern und da man nicht wirklich (zeitnah) Einfluss auf die Weiterentwicklung von NetNewsWire, Google Reader & Co. hat, bleibt nur noch eins: Erst filtern, dann abonnieren!
NoisePress erlaubt Seitenbesucher, einen RSS/ATOM-Feed mit Hilfe von APML vorzufiltern.
(Zum ausprobieren braucht man ein APML-Profil. Wer keines hat, sollte sich entweder das WordPress Plugin installieren oder heimlich Carstens Profil benutzen 😉 )
Warum mit APML filtern?
Man könnte natürlich auch mit WordPress-Bordmitteln eine Menge Rauschen ausfiltern, und wirklich nur das abonnieren was gerade wichtig ist:
Das Problem: Ändert sich dieses Interesse, müssen alle Feeds mühsam aussortiert (und neue gesammelt) werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige spannende Themen, die nicht genau die abonnierte Kategorie/den abonnierten Tag besitzen, durch das Raster fallen können.
Das Prinzip von NoisePress: APML ist eine Art semantische Tag-Clound die das Interesse einer Person widerspiegelt. Das Interessens-Profil wird in der Regel automatisch generiert und sollte sich somit auch den diversen Interessensveränderungen anpassen.
Am Beispiel WordPress Plugin: Das Plugin erstellt ein APML-File anhand der Häufigkeit der verwendeten Tags und Kategorien. Schreibt jemand viel über OpenID, kann man davon ausgehen, dass er das Thema für wichtig hält. Ändert sich der Fokus des Blogs, wird OpenID auch im APML-Feed immer irrelevanter.
Hört sich nach Geek-Zeugs an?
Richtig! 🙂 …aber NoisePress ist auch erst einmal nur ein Test ob meine Idee überhaupt funktioniert! Im besten Fall soll der User von all der Technik gar nichts mitbekommen. Ich hoffe dass sich Firefox‘ Account Manager oder XAuth schnell weiter entwickeln und ich eine dieser Techniken für NoisePress missbrauchen könnte.
Ich würde mich übrigens sehr über ein bisschen Feedback freuen!
Where possible, Contacts now uses the industry-standard OAuth login mechanism to access websites. You will need to re-connect your browser to your services once to set it up.
Und nochmal Firefox: Mozilla arbeitet an der Verschmelzung von Webservices und dem Browser:
Apps built using HTML/CSS/JavaScript that work both on computers and mobile phones, have many of the characteristics that users find compelling about native apps and provide developers with open and flexible distribution options.
Das W3C will jetzt auch im OpenWeb mit mischen und ruft das (oder den) FederatedSocialWebCharter ins leben:
The mission of the Federated Social Web Incubator Group is to provide a set of community-driven specifications and a test-case suite for a federated social web.
Evan Prodromou (der Gründer von StatusNet) hat eine Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht, wie man die eigene Seite verOStatust!
Making your application a full-fledged participant in the federated social web is not easy, but gradual and incremental improvements can make your users‘ activities visible to others.
Webfinger ist ein relativ neues Web-Protokoll um Informationen über einen User anhand seiner E-Mail – Adresse zu erfragen (um z.B. auch Mail-Adressen zu einer OpenID zu machen). Der Name und die Idee stammt von einem „alten“ Linux-Protokoll namens finger:
Finger zeigt Informationen über einen bestimmten Benutzer auf einem lokalen System oder auf einem fernen Computer an oder dient zur Feststellung der Verfügbarkeit eines bestimmten Hosts in IP-Netzwerken.
Damit diese beiden Protokolle nicht nur den Namen teilen, hat Chuck Houpt ein kleines Script geschrieben, mit dem sich Webfinger-Informationen auch über die Konsole abfragen lassen.
Braucht wahrscheinlich kein Mensch und ist trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) fantastisch!