Was Microformats.org für HTML-Semantiken ist, soll Microsyntax.org für Twitter-Grammatiken werden.

Vor knapp zwei Jahren gab es schon mal einen Trend, Tweets mit „Meta Informationen“ anzureichern (und Chris Messina (wer sonst!) hatte sogar schon 2006 eine ganz ähnliche Idee). Leider haben die so genannten Nanoformats sich, bis auf einige Ausnahmen (@replies und ), nicht wirklich durchgesetzt.
Trotzdem entstanden ein paar ganz nette Tools:

Das gestern von Stowe Boyd gestartete Microsyntax.org soll das ganze Thema jetzt nochmal neu aufrollen, Ordnung in das Microsyntax Chaos bringen (was ich schon mal sehr befürworte) und eine Plattform für neue Formate bieten.

By microsyntax I mean various ways to embed structured information right into the text of Twitter messages. The most well-known sort of microsyntax are the retweet convention (or ‘RT’) and hashtags (or twitter tags).

[…]

As a result of all this activity, and the potential for collective action in these efforts, we are launching a new non-profit, Microsyntax.org, with the purpose of investigating the various ways that individuals and tool vendors are trying to innovate around this sort of microsyntax, trying to define reference use cases that illuminate the ways they may be used or interpreted, and to create a forum where alternative approaches can be discussed and evaluated. We may even get involved in the development of proof-of-concept implementations that can act as reference architectures for microsyntactic extensions to the Twitter grammar emerging in the real time stream.

Prinzipiell finde ich die Idee ganz spannend und freue mich auf die erste Ergebnisse… und hoffen wir mal dass die zukünftigen Tweets nicht ausschließlich aus Meta-Informationen bestehen:

RT @pfefferle ich bin gerade in /berlin angekommen und freue mich aufs !barcamp.

(naja, eigentlich sieht ja jetzt schon jeder zweite Tweet so aus 😉 )

7 Kommentare zu “nanoformats are dead, long live the microsyntax

  1. Soll die Location nicht auch mit einem „/“ abgeschlossen werden? Also in deinem Beispiel dann „/berlin/“? Oder gilt das nur für Locations mit mehreren Wörtern (also zB „/New York City/“)?

  2. prinzipiell ja ne gute idee und warscheinlich auch einfacher zu verstehen als microformats. wage aber mal zu bezweifeln, dass der otto-normal-user seine knapp bemessenen 140 zeichen noch mit semantischen formatierungen versehen wird.
    zudem bin ich mir nicht sicher, ob hier nicht ein wenig übertrieben mit mb-messages umgegangen wird. semantik in webseiten ist ja schön und gut und auch notwendig zur vernetzung, aber bei tweets???

  3. @Karina/snirgel: Das schöne an Twitter ist ja, dass es so schön simple ist und nahezu jedes zweite Social Network eine Anbindung hat. Warum also Twitter nicht auch als Kommando-Zeile für diese Services nutzen? Die Location bei Dopplr oder Fire-Eagle über Twitter ändern, Freunde bei YIID bestätigen und so weiter…

    …es sollte natürlich eine Möglichkeit geben, diese reinen Kommandozeilen-Befehle für den normalen Stream auszublenden um den normalen Nutzen von Twitter nicht kaputt zu machen… Aber das wird Twitter schon selbst einbauen wenn sich die Microsyntax durchsetzen sollte 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert