Ich hab 2008 mehr Blogposts geschrieben als in den folgenden Jahren zusammen. Statt dessen hab ich gepodcastet und eine Menge Papier beschrieben um für "Dezentrale Netzwerke" und "Data Portability" zu werben. Außerdem hab ich sehr viel Zeit in WordPress Plugins und Themes investiert.

Das hab ich gemacht, damit ich weiterhin bloggen kann und meine Seite trotz Facebook und Twitter nicht an Relevanz verliert…

…dabei hab ich ganz vergessen zu bloggen und meine Seite hat wohl ein bisschen an Relevanz verloren…

…hat ja super geklappt!

Mal schauen was 2018 bringt.

Heute wird das notiz.Blog zwölf Jahre alt! Ich hab mir in den letzten Wochen mal die Zeit genommen, auf archive.org ein paar alte Screenshots zu machen. Das erste Design von 2005/2006 hab ich sogar noch als WordPress-Theme und es funktioniert auch noch! Vielleicht lade ich es in den nächsten Tagen mal auf GitHub 😉

Ist ne ganze Menge zusammen gekommen über die Jahre und aktuell habe ich auch wieder Lust etwas mehr zu schreiben 🙂

Spaceman Spiff Winamp Skin
Spaceman Spiff Winamp Skin

Ich hab noch einen Schatz gefunden!

Neben meiner ersten Webseite, hab ich auf einer alten Festplatte auch noch meinen ersten (und zum Glück einzigen) Winamp-Skin entdeckt.

Ich weiß nicht was ich sonst noch dazu sagen soll… Ich lass das jetzt einfach mal so stehen…

Genießt den Anblick 😊

Zu Zeiten von Pingbacks, antwortete man noch mit Blog-Posts auf Blog-Posts, aber es fehlte die Technik um sie richtig zu übermitteln und darzustellen:

[…] und Wertvorstellungen entspricht und nicht von der Mehrheit meiner Freunde abhängig sein.» Dezentrale Walled Gardens Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen […]

Mit Webmentions und Microformats2 hat sich zwar die Darstellung verbessert, aber die Texte… naja… haben sich „verändert“:

#100DoPP d84:
Both #AS2 & #Micropub are @W3C PRs!
Congrats @SocialWebWG @jasnell @evanpro @aaronpk!
https://www.w3.org/TR/micropub
https://www.w3.org/TR/activitystreams-core/
https://www.w3.org/TR/activitystreams-vocabulary

tantek.com/t4np2

Twitter sei Dank!

…da hätte man sich die Arbeit auch sparen können 😉

Ich habe gerade auf einer verstaubten Festplatte meine erste Webseite wiederentdeckt!

spaceman-spiff.com irgendwann 2001

Ich hatte damals definitiv Mut zur Farbe!

Ich habe bisher nur eine Seite gefunden… der Rest ist leider verschollen… da soll noch einer sagen, dass das Internet nichts vergisst…

Ich durfte mal wieder einen etwas längeren Artikel für das aktuelle SCREENGUIDE Magazin (Ausgabe 34) schreiben. Thema des Artikels sind Websemantics:

Websemantics sind fast 17 Jahre alt, und es hat eine ganze Weile gedauert, bis sie sich wirklich etabliert haben. Aktuell gibt es eine Reihe von Formaten, etwa OpenGraph, Twitter Cards, Schema.org, Microformats, RDFa und Microdata. Wir sagen Ihnen, auf welche Formate Sie sich konzentrieren sollten.

Websemantiken, genauer gesagt Microformats, haben vor einer halben Ewigkeit mein Interesse für offene Standards geweckt und deshalb hab ich mich sehr gefreut, mich wieder etwas ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen. Außerdem habe ich vor fast genau 8 Jahren meinen ersten Artikel über ein ganz ähnliches Thema geschrieben 🙂

Microformats erfreuen sich mittlerweile einer großen Verbreitung, alleine die Yahoo! Suche hat mehr als 4 Milliarden der verschiedensten Formate indiziert und die Zahl wächst stetig. Trotz dieser scheinbar großen Verbreitung und der Unterstützung verschiedenster Browser erreicht das Thema „Semantic HTML“ noch immer nicht die breite Masse. Dieser Artikel beschreibt die Probleme bisheriger Browserunterstützungen und vorhandene Alternativen.

Neben dem Websemantics Artikel, gibt es auch wieder eine Kolumne, diesmal über Micro.blog:

Facebook ist jetzt knapp 13 Jahre alt, und so mancher hat mittlerweile sein halbes Leben auf der Plattform dokumentiert. Je länger Facebook besteht, umso mehr binden wir uns an den Dienst. Deshalb gibt es immer wieder Ideen und Plattformen, um sich unabhängiger zu machen – wie etwa das neue Micro.blog, das gerade via Crowdfunding finanziert wurde.

Falls ich noch einmal zwei Artikel für eine Ausgabe schreiben sollte, sollte ich mir die Einleitungen der beiden Texte etwas genauer ansehen 😉

Eine neue Domain ist vollkommen unnötig und zeitaufwändig:

  • teuer (vor allem die neuen Premiumdomains)
  • nicht jeder hoster unterstützt jede TLD
  • eventuell neuen Hoster suchen
  • neue Domain und Webspace konfigurieren
  • und wenn man eh schon mal alles neu macht, kann man ja auch gleich noch WordPress, Plugins und Themes PHP 7 tauglich machen
  • alle Links und Bilder auf die neue Domain umstellen
  • die alte Domain so konfigurieren, dass sie richtig weiter leitet
  • die neue Domain bei allen Suchmaschinen richtig konfigurieren
  • die Domain bei allen sozialen Netzwerken ändern
  • OpenID… hmmm… irgendwie auch umstellen, was aber gar nicht so einfach ist, weil die alte Domain ja jetzt auf die neue weiter leitet
  • E-Mail Adressen anlegen und konfigurieren
  • SSL/TLS Zertifikate erstellen und einrichten

Lange Rede kurzer Sinn… Ich hab ’ne neue Domain: notiz.Blog!

Eigentlich echt idiotisch, nach über 10 Jahren seine Domain zu ändern, aber sie passt einfach so goßartig 😍

Sonst ändert sich eigentlich nichts… Zumindest wenn man davon ausgehen kann dass ich alle oben genannten Punkte richtig gemacht und nichts vergessen habe 😉

Ich durfte auf dem WordCamp Frankfurt etwas zum Thema IndieWordPress erzählen und seit ein paar Wochen kann man sich den Vortrag auch auf WordPress.tv anschauen. Der Ton ist am Anfang etwas schlecht, wird aber nach ca. 5 min besser! Für die Text-Bevorzuger… Im Vortrag geht es um folgendes:

Soziale Netzwerke haben meistens nur eine begrenzte Lebenszeit. Posterous wurde von Twitter gekauft und eingestellt, Google Buzz durch Google Plus ersetzt und MySpace hat seine Blogging-Plattform geschlossen. Alleine mit Geocities wurden 2009 knapp 23 Millionen Seiten unwiderruflich vom Netz genommen. Jeder dieser Schritte ist mit einem Datenverlust verbunden. Die IndieWeb Bewegung versucht diesem Trend entgegen zu wirken. Inhalte werden nur noch auf der eigenen Seite veröffentlicht und erst dann über die Socialen Netzwerke geteilt. Aber nicht nur Artikel, sondern auch Bilder, Videos und Kommentare. WordPress bietet ideale Voraussetzungen um sich unabhängig von den sozialen Medien zu machen und dennoch dessen Vorteile und Reichweite zu nutzen. Welche Möglichkeiten gibt es aktuell, um Inhalte automatisch zu teilen oder Reaktionen im Netz einzusammeln und wie lässt sich mit WordPress eine Art dezentrales Social Network bauen.

Nicole Lücking (photostroller) hat außerdem ganz tolle Scribbles zu dem Vortrag gemacht:

Irgendwie scheint das Thema „Dezentrale Netzwerke“ bzw. „Dezentrale Dienste“ für einen großen Teil der Netzgemeinde immer noch ein Mysterium zu sein. Auf redecentralize.org findet man seit einigen Monaten eine Umfrage, welche „Apps“ man gerne dezentralisiert sähe und auf Platz 1 ist ausgerechnet einer der wenigen Dienste der bis heute wirklich dezentral funktioniert: E-Mail.