Ich hatte mir dieses Jahr fest vorgenommen wieder etwas aktiver zu werden, aber leider sind es dann doch nur 8 Posts geworden. Meine Ausrede für dieses mal? Mir ist ActivityPub dazwischen gekommen!
Aber wenn das Plugin fertig ist, dann werde ich wieder bloggen… Ganz fest versprochen 😉
Jetzt wo ich meinen Facebook-Account gelöscht habe… gibt es überhaupt noch jemanden der mein Blog direkt abonniert hat bzw. regelmäßig hier vorbei schaut?
In den letzten 4…5 Jahren hab ich immer wieder mit dem Gedanken gespielt meinen facebook Account zu löschen. Mein Account hatte wirklich wenig persönliches und ich habe ihn fast ausschließlich dazu benutzt, meine Blogposts zu teilen. Der einzig plausible Grund der mich noch daran gehindert hat ihn zu löschen, ist mein Beruf. Mittlerweile bin ich aber der Überzeugung, dass dafür auch ein … nennen wir es mal „Test-Account“ … ausreicht.
Glücklicherweise gehöre ich zu einer Generation die auch ganz gut ohne facebook auskommt, weshalb ich das „Privileg“ habe, meinen Account zu löschen.
Also dann: Ciao facebook!
Wer mich erreichen, mir folgen, mit mir diskutieren, oder einfach nur „hallo“ sagen will, ist (bzw. „war schon immer“) hier auf notiz.blog am besten aufgehoben. Mein Blog hat RSS, ATOM, JSON, Microformats(2), Schema.org und ActivityStream Feeds, er unterstützt Kommentare, Salmons, Webmentions und Pingbacks, ihr könnt mir auf Mastodon, Friendi.ca, GNU.social, STATUS.net, Diaspora (WIP) ((@)pfefferle@notiz.blog), Micro.blog (über irgend einen der oben erwähnten Feeds) oder über Telegram folgen (@notizblog).
Außerdem bin ich weiterhin über Twitter, GitHub und diverse Slack Channels (IndieWeb, WordPress, …) zu erreichen.
Als nächstes würde ich übrigens auch gerne auf Whatsapp verzichten… Also bitte nur noch Telegram verwenden!
(Ich weiß, ich weiß… ich bin etwas spät dran, aber immerhin schreibe ich schon seit dem 26. Mai an dem Post!)
Am 27.06. fand, im Rahmen des Karlsruher WordPress Meetups, eine kleine 15 Jahr feier statt. Lucas Radke (der leider keine eigene Webseite besitzt) hat zu diesem Anlass, die WordPress Highlights der letzte 15 Jahre präsentiert. Ich fand die Idee ganz scharmant und habe die letzten Wochen mal recherchiert wie meine WordPress Geschichte seit 2002 aussieht.
2002
Fast genau ein Jahr (29.05.2002) vor dem WordPress Fork hab ich das erste b2/cafelog (der Vorgänger von WordPress) Weblog aufgesetzt.
pfefferle.org in 2003
Damals hab ich die Entscheidung folgendermaßen begründet:
Durch einen unglücklichen Zufall kam ich an 50 mb Webspace (mit PHP und MySQL Datenbank) und die Domäne jsjsjsj.de (lange Geschichte). Wegen goßem Ideenmangel, viel Webspace und nachdem ich schon etwas PHP gelernt hatte beschloß ich einfach mal testweise ein phpNuke zu installieren…
Nachdem der Webspace nach einem Jahr auslief, ich die jsjsjsj.de Domäne endlich wieder los war und erkannte das ein Content Management System etwas zu überdimensional für eine Privatperson sei, habe ich mir so meine Gedanken gemacht, wie die neue Seite aussehen solle.. Irgendwann kam ich zufällig auf die Seite webfroot.co.nz und war begeistert von der Weblog Idee.
2003
Anders, als ich bisher angenommen habe, bin ich nicht 2003 auf WordPress umgestiegen, sondern erst ein Jahr später. Nichts desto trotz hab ich mich intensiv mit dem neuen Projekt beschäftigt, immerhin war die Zukunft von b2 damals nicht wirklich klar!
My logging software hasn’t been updated for months, and the main developer has disappeared, and I can only hope that he’s okay.
What to do? Well, Textpattern looks like everything I could ever want, but it doesn’t look like it’s going to be licensed under something politically I could agree with. Fortunately, b2/cafelog is GPL, which means that I could use the existing codebase to create a fork, integrating all the cool stuff that Michel would be working on right now if only he was around. The work would never be lost, as if I fell of the face of the planet a year from now, whatever code I made would be free to the world, and if someone else wanted to pick it up they could. I’ve decided that this the course of action I’d like to go in, now all I need is a name. What should it do? Well, it would be nice to have the flexibility of MovableType, the parsing of TextPattern, the hackability of b2, and the ease of setup of Blogger. Someday, right?
2005 hab ich mir die Domain notizblog.org registriert um ein neues WordPress Blog aufzusetzen.
notizBlog.org gibt es seit Mitte 2005 und ist mein privater Blog. Angefangen hat alles mit einem Blog auf pfefferle.org, daraus hat sich das Ettlinger Weblog “MadLog” entwickelt, welches recht schnell zu nem Gemeinschafts-Blog oder sowas in der Art geworden ist. Da ich aber in dem Bereich Neue Medien bzw. Online Medien studiere, dachte ich es sei nicht schlecht ein eigenes Weblog zum Testen und Ausprobieren zu besitzen.
Außerdem wollte ich natürlich ein Teil vom Web2.0 sein 😀
2006 hab ich außerdem mein WordPress.org Profil angelegt um 2007 dann auch mein erstes Plugin zu veröffentlichen.
2007
Mein erstes WordPress Plugin war Simple-CoComments. Es war/ist so „komplex“, dass man problemlos den kompletten Quellcode hier veröffentlichen könnte 🙂
Mein erstes großes Projekt in 2007 war aber das APML Plugin, worüber ich (das erste Mal) auch ein wenig Aufmerksamkeit in gleich zwei Communities bekam: WordPress & DataPortability.
2008
2008 hatte ich einfach nur total bock aufs bloggen. Im Durchschnitt kam ich auf 0,7 Artikel pro Tag, das sind derzeit 37% aller bisherigen Artikel!
2009
2009 entstand das ActivityStreams Plugin für WordPress, was dann auch der Start zu den diversen OStatus Plugins und meiner arbeit an dem OStatus Plugin war.
2010
Im Februar 2010 kam Pepijn auf mich zu, ob ich ihn nicht bei der Entwicklung eines OStatus Plugins für WordPress unterstützen wolle…
Are you pfefferle on WordPress.org?
Together with a few other individuals I'm working on a distributed social network plugin for WordPress. I've been following the social-discuss mailing list for a while, and it seems to me that OStatus is considered a good candidate for a protocol.
Since you are the author of both an Activity Streams plugin an a Portable Contacts plugin -- among a few other interesting and probably related plugins -- I would like to inform you about our efforts.
Maybe we could share some code, or even join forces?
Groeten, Pepijn de Vos
Die Arbeit am OStatus-Plugin hat bisher am meisten Spaß gemacht! Von allen Plugins, ist es das einzige, das ohne große Änderungen immer noch funktioniert. Gerade vor ein paar Monaten hab ich den ganzen OStatus-Plugin-Stack für Mastodon nochmal auf den neusten Stand gebracht 😍
2011
Durch die Arbeit an OStatus, habe ich auch viel am PubSubHubbub Plugin mitgeholfen. Mittlerweile habe ich das Plugin mehr oder weniger übernommen, bzw. bin ich aktuell der einzige aktive Maintainer.
Das Besondere an dem Plugin sind die 100.000 Installationen, die es zu einem der Top 100 Plugins auf WordPress.org machen!
2014 habe ich das OStatus Plugin geklont und einen ersten Prototypen eines IndieWeb Plugins veröffentlicht. Das IndieWeb Plugin ist bis heute eine Art Installer, der User bei der Installation und Einrichtung der verschiedenen IndieWeb-Plugins unterstützen soll. Mittlerweile ist die IndieWeb WordPress Community gut gewachsen und seit letztem Jahr ist das Plugin Teil des offiziellen IndieWeb-Repos, in der Hoffnung, dass es dort mehr Pflege bekommt.
2015
Meine erste „Core Contribution“. Für WordPress 4.4 habe ich Pascal Birchler bei der Entwicklung des WordPress oEmbed Providers geholfen.
Hier klicken, um den Inhalt von make.wordpress.org anzuzeigen.
2016
Mein erstes WordCamp und mein erster Vortrag auf einem solchen. Thema war das IndieWeb… Was auch sonst 😉
Soziale Netzwerke haben meistens nur eine begrenzte Lebenszeit. Posterous wurde von Twitter gekauft und eingestellt, Google Buzz durch Google Plus ersetzt und MySpace hat seine Blogging-Plattform geschlossen. Alleine mit Geocities wurden 2009 knapp 23 Millionen Seiten unwiderruflich vom Netz genommen. Jeder dieser Schritte ist mit einem Datenverlust verbunden. Die IndieWeb Bewegung versucht diesem Trend entgegen zu wirken. Inhalte werden nur noch auf der eigenen Seite veröffentlicht und erst dann über die Socialen Netzwerke geteilt. Aber nicht nur Artikel, sondern auch Bilder, Videos und Kommentare. WordPress bietet ideale Voraussetzungen um sich unabhängig von den sozialen Medien zu machen und dennoch dessen Vorteile und Reichweite zu nutzen. Welche Möglichkeiten gibt es aktuell, um Inhalte automatisch zu teilen oder Reaktionen im Netz einzusammeln und wie lässt sich mit WordPress eine Art dezentrales Social Network bauen.
Eine neue Domain ist vollkommen unnötig und zeitaufwändig:
teuer (vor allem die neuen Premiumdomains)
nicht jeder Hoster unterstützt jede TLD
eventuell neuen Hoster suchen
neue Domain und Webspace konfigurieren
…und wenn man eh schon mal alles neu macht, kann man ja auch gleich noch WordPress, Plugins und Themes PHP 7 tauglich machen
alle Links und Bilder auf die neue Domain umstellen
die alte Domain so konfigurieren, dass sie richtig weiter leitet
die neue Domain bei allen Suchmaschinen richtig konfigurieren
die Domain bei allen sozialen Netzwerken ändern
OpenID… hmmm… irgendwie auch umstellen, was aber gar nicht so einfach ist, weil die alte Domain ja jetzt auf die neue weiter leitet
E-Mail Adressen anlegen und konfigurieren
SSL/TLS Zertifikate erstellen und einrichten
Lange Rede kurzer Sinn… Ich hab ’ne neue Domain: notiz.Blog!
Eigentlich echt idiotisch, nach über 10 Jahren seine Domain zu ändern, aber sie passt einfach so goßartig 😍
Sonst ändert sich eigentlich nichts… Zumindest wenn man davon ausgehen kann, dass ich alle oben genannten Punkte richtig gemacht und nichts vergessen habe 😉
Irgendwie scheint das Thema "Dezentrale Netzwerke" bzw. "Dezentrale Dienste" für einen großen Teil der Netzgemeinde immer noch ein Mysterium zu sein. Auf redecentralize.org findet man seit einigen Monaten eine Umfrage, welche "Apps" man gerne dezentralisiert sähe und auf Platz 1 ist ausgerechnet einer der wenigen Dienste der bis heute wirklich dezentral funktioniert: E-Mail.
Die Domain notizblog.org hab ich zwar schon seit dem 30.05.2005 aber meinen ersten (legendären) Blogpost schrieb ich exakt vor 10 Jahren!
Ich habe in den ersten Jahren zwar auch vielBlödsinnproduziert, aber letztendlich bin ich ganz zufrieden und habe meinem Blog sogar eine ganze Menge zu verdanken!
Die Idee zu bloggen kam während meines Studiums. Zum Einen weil es hipp/Web2.0 war und zum Anderen um mich etwas mehr in die Materie bzw. in neue Web-Technologien einzuarbeiten. Alleine die Tatsache dass es ein „Fremder“ lesen könnte, sollte Motivation genug sein, nicht über Dinge zu schreiben, die ich nicht bis ins kleinste Detail verstanden habe. Das hat auch eigentlich ganz gut geklappt, spätestens als ich die Microformats für mich entdeckt habe.
Microformats und das OpenWeb
Microformats waren damals noch der „heiße Scheiß“ und ich kam schnell in Kontakt mit Sebastian Küpers (Organisator des ersten Barcamps in Deutschland) und Dennis Blöte (einer der zwei Gründer von Wevent und Entwickler von iOctocat) und das notizBlog wurde in das Kollektivblog „microformate.org“ aufgenommen.
Microformats sind zwar bis heute eher Nischen-Formate und sprechen nur einen kleinen Entwicklerkreis an. Ich hab mich damals aber riesig gefreut, dass es zumindest einen kleinen Kreis an interessierten gab, die meine Blogposts jetzt regelmäßig lasen und ich darüber hinaus ein paar wirklich interessante Kontakte knüpfen konnte. Seit damals sind außerdem knapp 220 Artikel über Microformats entstanden, also knapp ein Drittel aller bisher veröffentlichten Artikel.
Mein wachsendes Interesse an DataPortability in Kombination mit dem Social Web, hat dann auch zu meiner ersten leitenden Position (CTO) bei YIID geführt, bei der ich mich damals vollkommen austoben durfte:
Nach drei Wochen harter Arbeit und nach einem sehr langen gestrigen Tag ist Communipedia nun vollständig in YIID integriert worden. Da nicht alle Änderungen auf den ersten Blick zu sehen sind, gibt es für die Geeks unter euch vorab mal eine komplette Liste der bisher unterstützten offenen Standards:
Da YIID aber für jedermann gedacht ist, folgen im laufe der nächsten Wochen einige Anwendungsbeispiele und Screencasts wie man sich mit YIID den Web-Alltag schon jetzt erleichtern kann.
Daneben erlangte YIID ein klein bisschen Weltruhm durch einen Artikel bei Mashable und auch Netzwertig und t3n berichteten regelmäßig über „Your Internet ID“. Aber auch offene Gruppen wie die OpenID Foundation wurden auf YIID aufmerksam.
Außerdem hatte ich durch das Projekt die Möglichkeit mich aktiv an der Diskussion zu neuen Formaten wie z.B. OExchange und ActivityStrea.ms zu beteiligen.
Da ich relativ früh meinen Beruf zum Hobby machen konnte, hatte ich noch mehr Stoff zum bloggen und auch noch genug Zeit dafür 🙂
OpenWebPodcast
Durch mein Blog und die Arbeit an YIID kam Sebastian Küpers dann ein zweites Mal auf mich zu und wir riefen zusammen mit Christian Scholz (Mr.Topf) den OpenWebPodcast ins Leben.
Mein Interesse an- und meine Artikel über Microformats haben 2009 dann zu meinem ersten Artikel in einem Print-Magazin geführt.
Dank Sylvia Egger (und wahrscheinlich dem OpenWebPodcast) darf ich seit 2009 die Kolumne Pfefferles OpenWeb schreiben, in der ich einmal im Quartal über die Neuigkeiten im OpenWeb berichte. Danke hier auch noch einmal an Ansgar Hein (der zufällig auch heute Geburtstag hat), Jörg Morsbach und Nicolai Schwarz, dass ich die Kolumne bis heute schreiben darf und das nahezu ohne jegliche Vorgaben oder Einschränkungen.
IndieWeb
Über die Jahre ist mir außerdem bewusst geworden, wie wichtig mir meine eigene Seite ist und wie gerne (wenn auch immer weniger) ich ins Internet schreibe. Ich habe in den 10 Jahren keinen einzigen Artikel auf Facebook und Co. veröffentlicht und die sozialen Netzwerke fast ausschließlich (ausgenommen Twitter) dazu genutzt, meine Artikel zu teilen und die Reaktionen wieder in das WordPress Kommentar-System zurück zu führen (das ist übrigens auch Thema meiner Kolumne in Ausgabe 28). Nach dem scheitern von DataPortability, DiSo oder OStatus bin ich umso überzeugter dass die IndieWeb Idee funktionieren und auch über die nächsten Jahre hinweg bestand hat.
Ich möchte hier gar nicht weiter auf die Inhalte des IndieWebs eingehen (das habe ich schon zur Genüge), nur so viel: Im Zentrum steht die eigene Webseite und Daten, Bilder und Texte werden ausschließlich dort veröffentlicht und dann über die sozialen Netzwerke geteilt.
Da mir die Community aus der Seele spricht, habe ich in den letzten drei Jahren viel Herzblut investiert und war sehr aktiv am schreiben und programmieren. Daraus entstanden einige Kolumnen, mein erstes Titel-Thema im SCREENGUIDE Magazin und sogar ein Interview im Deutschlandradio.
Außerdem habe ich, aus Mangel an Alternativen (das IndieWeb empfiehlt seinen Seite mit Microformats v2 auszuzeichnen, was von keinem anderen WordPress Theme unterstützt wurde), mein erstes WordPress Theme geschrieben, welches dann auch gleich in den Pool von WordPress.com aufgenommen wurde.
Fazit
Mein Blog hat mich motiviert, mich intensiver mit Themen zu beschäftigen. Es hat mir viele neue Ideen und Themen verschafft. Ich habe eine Menge interessanter Menschen kennen gelernt. Ich habe im Beruf davon profitiert. Ich habe zwei großartige Podcasts mit gestalten können. Ich habe Artikel für das Webstandards-Magazin/SCREENGUIDE, die t3n und das PC-Magazin geschrieben. Das Deutschlandradio hat mich um ein Interview gebeten. Ich habe diverse, mehr oder weniger erfolgreiche WordPress Plugins und ein Theme gebaut. Ich hab Präsentationen auf Barcamps und Webmontagen gehalten. Ich hatte sogar diverse Anfragen ob ich nicht ein Fach-Buch veröffentlichen will.
Ich kann jedem nur empfehlen, sein eigenes Weblog zu betreiben. Sicherlich gehört auch ein wenig Glück dazu, dass gerade einer der 10 bis 100 Leser dich für einen Artikel oder ein Radio Interview weiter empfiehlt, aber wenn man nur genug Herzblut und Ehrgeiz mit bringt, wird das schon! Auch wenn ich in den letzten Jahren weniger schreibe, mache ich es immer noch gerne und ich werde mich hüten, mein Blog dicht zu machen. Irgendwann werde ich sicherlich wieder mehr Zeit finden und vielleicht schaff ich es ja dann noch ins TV 😉
Für das SCREENGUIDE Magazin (Ausgabe 26) wurde Aaron Parecki zum Thema Indie Web (Camp) interviewt. Das abgedruckte Interview ist aus Platzgründen und für ein besseres Verständnis aber leicht gekürzt und ins deutsche übersetzt worden.
Mit freundlicher Genehmigung von Nicolai Schwarz (Projektleiter SCREENGUIDE Magazin) und Aaron Parecki, darf ich euch hier das Original präsentieren:
SCREENGUIDE: Hi Aaron, what are the reasons for founding IndieWeb respectively organizing the first IndieWebCamp?
Aaron Parecki, @aaronpkCTO bei Esri R&D Center, PortlandMitgründer IndieWeb & IndieWebCamp
Aaron Parecki: In 2010, Tantek Çelik and I attended the „Federated Social Web Summit“ in Portland, Oregon. After the event, we walked away feeling somewhat dissatisfied, and decided we wanted to take a slightly different approach. We wanted to focus on:
creators instead of talkers – prioritize and encourage people who create things (design, UX, or code) instead of just talking about it
use your own tools – if you are building something you expect other people to use, you should be using it yourself on your own website
own your data – own your content online by publishing it first on your own website, and afterwards copying it to silos like Twitter and Facebook
We took these and several other principles, joined forces with Amber Case and Crystal Beasley, and organized the first IndieWebCamp unconference in 2011. The goal of the conference was to create a space for like-minded individuals to experiment with owning their content and identity on the Web.
SG: In 2011 there was one IndieWebCamp in Portland. For 2015 there are nine different Camps planned. Did you expect that kind of success?
AP: I never expected there would be IndieWebCamps in nine different cities so quickly! It’s been a pleasant surprise to see so many people excited about it, and it’s been fun to visit other cities to help organize the camps as well!
SG: Do you have any idea how many people have implemented IndieWeb-features on their website? (Maybe you have a number how many sites did log into indiewebcamp.com or how many are using Bridgy?)
AP: It’s great to see new people show up in our IRC channel or make their first POSSE post from their website, and I’m constantly amazed at how many people show up every day! It’s hard to get a good sense of how many people have implemented indieweb features, since by definition, there is no central directory or registry we can look at. However, there are over 170 people who have added their websites to our „IRC People“ page which is used to display profile photos in our IRC logs. If you look at the stats of Bridgy, a popular service that sends webmentions from activity on various silos like Twitter and Facebook, there are over 1.200 people signed up!
SG: What is so fascinating about the community?
AP: The best part about the community is how positive and productive everyone is! The community is extremely friendly, we often get visitors in our IRC channel who have some simple questions and lots of people jump to help them out. People start out by building their own web presence, either by writing their own custom software or installing someone else’s software such as WordPress or Known. Having everyone working on their own websites leaves a lot of room for experimentation and trying out multiple approaches to solving problems. We encourage a diversity of approaches and implementations. This makes the IndieWeb stronger and more resilient than any one approach or project.
SG: You wrote the software p3k for your own website aaronparecki.com. What does p3k do?
AP: p3k is the name of the software that powers my website, aaronparecki.com. It allows me to create many different kinds of posts, everything from simple text notes and photos, as well as my bike rides and what I’m eating. All the posts are marked up with Microformats so they show up in peoples‘ readers. If you write a reply to one of my posts, you can send a webmention and your reply will show up as a comment. p3k also supports Micropub which means I can post from many other apps.
While some people choose to develop their websites or CMSs entirely as open source, I’ve been taking a slightly different approach while building p3k for myself. Instead of building an open source CMS, and expecting people to use it the way I’ve built it, I instead develop small components and libraries that I use in my website, and I make those open source. For example, you can use the php-comments library I’ve written to parse comments from external websites, or you can use the date-formatter library to render dates and date ranges in a human-readable format, so you’d see „December 9-12, 2015“ instead of „2015-12-09 through 2015-12-12“.
This approach allows me to make small pieces that are more likely able to be useful to others, and avoid the hassles of building a polished install and configuration process. In fact many of these libraries are in use by other indieweb sites currently!
SG: The IndieWeb focuses on owning your content. How do you use social media personally?
AP: I use social media similar to most people, to keep in touch with my friends. I post photos, notes and articles on my website, and syndicate them to silos like Twitter or Facebook. When I’m reading other peoples‘ websites or Twitter feeds, I reply to posts from my site, or „like“ them from my site. For an example of what I mean by „liking“ something from my site, you can see all the things I’ve „liked“ here: aaronparecki.com/likes I enjoy seeing photos my friends are sharing, so I follow people on Instagram or see photos they post on their own sites.
I don’t normally read the full timelines of sites like Twitter or Facebook, since there is often too much content to keep up on. Instead, I typically read things by searching specific hashtags or terms. In fact I have a persistent Twitter search running all the time that sends results to several IRC channels I am in. I have searches running for projects I’m involved with, such as „indiewebcamp“ or „webmention“, as well as for my name or other more private search terms. This makes it easy for me to follow topics I care about without getting lost in the noise of all the other posts.
SG: What are currently the big (advanced) topics for the IndieWeb?
AP: This year is shaping up to be the year of the Reader. Now that there are quite a lot of people publishing content on their own sites, the missing piece is having one place where you can read the posts of everyone you’re following, and reply to the posts from within the same interface. Facebook and Twitter have shown us that an integrated reading and commenting experience is what people really want, and this is something that previous readers such as Google Reader didn’t do.
There has already been some great progress made on readers this year, and lots of interest from people using them! Once there are a few readers to choose from, it will be easy to avoid going to Facebook or Twitter to read things at all! The great part of the way these readers are being built is that you can use them to reply to the things you’re reading, but the replies are actually sent from your own site! This is made possible by Micropub, so if your site has a Micropub endpoint, readers can use it to create posts on your site. For example, I wrote this reply inside a reader app, and my site even shows the app used to post it: http://aaron.pk/r4_i5
There are also many Micropub apps in the works right now, which will enable you to post to your site from a mobile app, desktop app, or other web apps. Why limit yourself to your built-in posting interface such as the WordPress admin page, when you could be using more streamlined apps for posting photos or audio! Micropub is exciting because it enables a whole ecosystem of apps to be developed, so that people have many choices for how to post content to their own websites.
Die IndieWeb-Bewegung hat gerade in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen. Kein Wunder: Posterous wurde von Twitter gekauft und eingestellt, Google Buzz durch Google Plus ersetzt und MySpace hat seine Blogging-Plattform geschlossen. Alleine mit Geocities wurden 2009 knapp 23 Millionen Seiten unwiderruflich vom Netz genommen. Riskieren Sie keinen weiteren Datenverlust, schließen Sie sich dem IndieWeb an und machen Sie sich unabhängig.
Es freut mich sehr, dass das SCREENGUIDE Magazin im Allgemeinen, und Nicolai im Speziellen, der IndieWeb Idee so viel Platz eingeräumt haben!
Neben meinem Artikel über das IndieWeb, gibt es noch einen kleinen Abschnitt über IndieTech, ein Interview mit Aaron Parecki (einem der vier Gründer des IndieWebCamps) und einen Artikel über Known, DER IndieWeb Platform von Ben Werdmuller (dem Gründer von Elgg).
Ich würde mich diesmal sehr über Feedback freuen… also kaufen! Sofort!
Ausgabe 20 vom SCREENGUIDE Magazin ist draußen und das bedeutet, dass auch meine Kolumne "20" wird!
(Naja… In Ausgabe 1 war es streng genommen "nur" ein Artikel über Microformats (Semantic Surfing), aber thematisch ist da ja kein großer Unterschied 😉 )
In der aktuellen Kolumne geht es jedenfalls um HTML5 und DRM:
Mit der Entwicklung eines Digital-Rights-Management-Systems für HTML5 hat das W3C in den letzten Wochen für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Warum arbeitet gerade die Organisation, die sich „Open Standards“ und „Web for All“ zu Grundsätzen gemacht hat, an einem System, um genau diese einzuschränken?
Viel Spaß beim lesen und auf die nächsten 20 Ausgaben 🙂
Mal schauen was sich damit alles basteln lässt, immerhin hab ich im SCREENGUIDE-Magazin (Ausgabe 18) noch groß getönt:
Mit ein paar wenigen Änderungen und dem Support von z. B. Microformats, RSS/Pubsubhubbub, AtomPub oder Pingbacks, wäre App.net kompatibel zu fast allen Blogs oder IndieWeb-Systemen. Das hätte zum Vorteil, dass sich App.net ohne weitere Anpassungen über RSS-Reader konsumieren und über Blogging-Tools befüllen ließe. Außerdem könnten Posts und Kommentare zwischen App.net und z.B. WordPress ausgetauscht werden, ohne auf komplizierte, dezentrale Protokolle im Sinne von Diaspora oder Tent.io zurückgreifen zu müssen.