Mein erster Titelthema Artikel ­čÖé

…├╝ber ein Thema das mich gerade sehr besch├Ąftigt:

Die IndieWeb-Bewegung hat gerade in den letzten Jahren enorm an Popularit├Ąt gewonnen. Kein Wunder: Posterous wurde von Twitter gekauft und eingestellt, Google Buzz durch Google Plus ersetzt und MySpace hat seine Blogging-Plattform geschlossen. Alleine mit Geocities wurden 2009 knapp 23 Millionen Seiten unwiderruflich vom Netz genommen. Riskieren Sie keinen weiteren Datenverlust, schlie├čen Sie sich dem IndieWeb an und machen Sie sich unabh├Ąngig.

Es freut mich sehr, dass das SCREENGUIDE Magazin im Allgemeinen, und Nicolai im Speziellen, der IndieWeb Idee so viel Platz einger├Ąumt haben!

Neben meinem Artikel ├╝ber das IndieWeb, gibt es noch einen kleinen Abschnitt ├╝ber IndieTech, ein Interview mit Aaron Parecki (einem der vier Gr├╝nder des IndieWebCamps) und einen Artikel ├╝ber Known, DER IndieWeb Platform von Ben Werdmuller (dem Gr├╝nder von Elgg).

Ich w├╝rde mich diesmal sehr ├╝ber Feedback freuen… also kaufen! Sofort!

Pingbacks (und Trackbacks) werden zwar immer noch von allen WordPress Blogs unterst├╝tzt aber mal ehrlich… wen interessieren sie denn noch wirklich? Das h├Ąngt haupts├Ąchlich mit der etwas veralteten Spezifikation zusammen, in der folgendes vorgeschlagen wird:

Bob's blog also retrieves other data required from the content of Alice's new post, such as the page title, an extract of the page content surrounding the link to Bob's post, any attributes indicating which language the page is in, and so forth.

Das f├╝hrt bei WordPress zu Eintr├Ągen die ungef├Ąhr so aussehen:

[…] und Wertvorstellungen entspricht und nicht von der Mehrheit meiner Freunde abh├Ąngig sein.┬╗ Dezentrale Walled Gardens Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgew├Ąhlte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen […]

Der automatische generierte Ausschnitt l├Ąsst nicht wirklich erahnen was Markus Spath wirklich geschrieben hat und deshalb ver├╝ble ich es niemandem, wenn er die Pingbacks/Trackbacks auf seiner Seite auf eine simple Liste von Links beschr├Ąnkt hat. Als die Spezifikation 2002 geschrieben wurde, war das mit dem "Ausschnitt um den Link" sicherlich eine gute L├Âsung. Es gab keine andere M├Âglichkeit automatisch zu erkennen welcher Text genau zu dem Link geh├Ârt oder wann ein neuer Artikel, die Navigation oder sogar Werbung beginnt. Mittlerweile lassen sich Inhalte dank Websemantiken wie Microformats, RDFa oder Microdata sehr gut erkennen. Aber auch mit purem HTML5 Markup l├Ąsst sich problemlos ein <article /> und dessen ├ťberschrift erkennen.

Pingbacks sind aktuell die einfachste und wahrscheinlich sogar die einzige M├Âglichkeit, Kommentare dezentral und vor allem Plattform unabh├Ąngig zu "verschicken", deshalb verstehe ich nicht wieso es so lange gedauert hat, bis jemand (im Rahmen eines IndieWebCamps) auf die Idee kam sie den aktuellen Bed├╝rfnissen und M├Âglichkeiten anzupassen anstatt sich weiter den Kopf ├╝ber komplizierte dezentrale Protokolle zu zermartern. Wer sich das Salmon Protocol schon einmal angeschaut hat, wei├č was ich meine…

Pingbacks haben diverse Vorz├╝ge:

  • Sie sind leicht zu implementieren (einfacher XML-RPC Request an jedem, im Text erw├Ąhnte URL)
  • Sie bieten einen simplen Schutz (wenn auch keinen 100%igen) gegen Spam, da der Pingende zumindest f├╝r eine gewisse Zeit auf die ge-pingte Seite verlinken muss
  • DRY… Die Webseite dient als API und man muss seine Texte nicht zus├Ątzlich in diversen XML oder JSON Formaten anbieten

Auf der IndieWebCamp Seite gibt es eine Reihe an interessanten Diskussionen wie sich mit Hilfe von Microformats und ein paar rel-Attributen auch "Likes" oder "RSVPs" ├╝ber Pingbacks realisieren lie├čen.

Ein Like k├Ânnte beispielsweise folgenderma├čen aussehen:

<div class="h-entry"><span class="p-autor h-card">Matthias Pfefferle</span> likes <a rel="object-of-like" href="http://hackr.de">hackr.de</a></div>

Sandeep Shetty hat das auf sandeep.io sehr sch├Ân erkl├Ąrt und implementiert!

Ben Werdmuller hat au├čerdem nochmal alles (Comments/Likes/RSVPs) als Video zusammengefasst:

Im n├Ąchsten Blogpost geht es dann um Webmentions, einer etwas moderneren Variante von Pingbacks.