Schlagwort: XAuth

  • Letzte Woche war WordCamp Europe. Mit weit über 8000 Teilnehmern war es das bisher größte online WordCamp! Bei der Größe ist es klar, dass man auch eine ganze Menge neuer und interessanter Leute trifft. Also schnell auf Twitter und allen folgen!

    Ich war auf dem größten online Event, von dem wohl am meisten verbreiteten Indie/OpenSource CMS und ich habe Personen, die ich dort kennen gelernt habe, über Twitter kontaktiert!

    Warum?

    Warum kam ich auf die Idee, Twitter zu benutzen, anstatt ihre Blogs zu abonnieren?

    Auch auf den WordCamp Badges taucht lediglich das Twitter Handle auf und es wird nirgends das eigene Blog erwähnt.

    WordCamp Badges mit Twitter Handle und ohne Blog-URL

    Eigentlich ist die Antwort klar… Twitter ist ein soziales Netwerk dessen Kern-Kompetenz das Folgen anderer User ist. Außerdem findet der ganze Prozess an einer Stelle statt (twitter.com) und den Twitter-Handle kann man sich zudem leicht merken. Keine komplizierte Domain… keine Feed-URL… keine E-Mail Adresse… einfach nur @username

    Wie sieht das Folgen oder Befreunden bei Blogs aus? Ist es das Abonnieren des Feeds? Das heraussuchen der E-Mail Adresse über das Impressum? Das Bookmarken der Kontakt-Seite?

    Es gibt leider keine einfache Alternative um einem Blog zu „folgen“.

    Aber gehen wir mal davon aus, das Abonnieren des Feeds käme dem am nächsten… Wie bekomme ich die richtige Feed URL heraus? Bei WordPress ist das noch relativ einfach, da die URLs standardisiert sind, aber wie sieht es mit anderen Systemen aus?

    Marcus Herrmann will dazu eine /feeds URL etablieren, ähnlich wie /about, /now oder /contact.

    People create more content than ever before – but siloed away in the Facebooks, Twitters, Instagrams and Mediums of the world. RSS is considered as something that can’t be monetized in our attention economy and is therefore on its way out. Even when personal blogs offer a feed, it is not obvious anymore in the browser user interface. When I stumble over an interesting blog and want to subscribe to it, I open the dev tools of my browser (which is kind of a knee jerk reaction in my profession anyway) and search the source code for a subscribable URL.

    […]

    Personal website owners – what do you think about collecting all of the feeds you are producing in one way or the other on a /feeds page?

    Ich mag die Idee, aber ich glaube nicht dass sie das oben beschriebene Problem löst. Es mag sein, dass es durch eine /feeds Seite einfacher ist, den richtigen Feed zu finden, es setzt aber auch voraus, dass man weiß was ein Feed, was RSS, oder was Atom ist.

    Was wir eigentlich brauchen ist aber eine Art Indie-Follow oder Indie-Subscribe Button.

    Chris Aldrich spricht in seiner Antwort auf Markus‘ Blogpost ein paar wichtige Punkte an.

    Worse, suppose I click over to a /feeds page, as an average person I’m still stuck with the additional burden of knowing or learning about what a feed reader is, why I’d need or want one, and then knowing what RSS is and how I might use that. I might see a one click option for Twitter or Mastodon, but then I’m a mile away from your website and unlikely to see you again in the noise of my Twitter feed which has many other lurking problems.

    Chris erwähnt SubToMe als bisher einzige offene Alternative, die einem Indie-Follow Button noch am nächsten kommt.

    One of the best solutions I’ve seen in the past few years is that posited by SubToMe.com  which provides a single, customizable, and universal follow button. One click and it automatically finds the feeds hidden in the page’s code and presents me with one or more options for following it in a feed reader.

    Damit hat er leider recht!

    Hier ein SubToMe Beispiel-Button: Follow!

    Es gab in den letzten 10 Jahren diverse Ideen, die ein dezentrales „Follow“ ermöglicht hätten: XAuth, WebIntents, Custom-Schemes, WebActions und Rel-Subscribe. Leider hat sich aber keines dieser Format durchgesetzt. Die Gründe dafür reichen von einem Extrem zum anderen.

    Mit WebIntents wollte man die eierlegende Wollmilchsau entwickeln:

    We didn’t specifically solve a single use case well other than connecting apps. The broad verb-space meant that a lot of developers wanted to design their own actions. I believe that this diluted the message of intents, and is something that if I had researched the Android ecosystem more effectively at the time, I would have probably constrained the verb eco-system to a couple of small but well defined cases.

    Mozilla dagegen, hat beim Thema RSS (in meinen Augen) etwas zu schnell klein begegeben:

    Die Prüfung der Nutzungsdaten und der Anforderungen zur technischen Wartung dieser Funktionen (unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Ihnen bereits alternative Reader für RSS/Atom-Formate zur Verfügung stehen) brachte die Erkenntnis, dass die Funktionen einen unverhältnismäßig großen Aufwand in Bezug auf Wartung und Sicherheit im Verhältnis zu ihrer Anwendung erfordern.

    Auf der anderen Seite hat Mozilla schon 2010 einen Artikel über „RegisterProtocolHandler Enhancing the Federated Web“ geschrieben, in dem sie aufzeigen, wie ein dezentraler Follow-Button für das Fediverse funktionieren könnte und theoretisch auch immernoch funktioniert!

    Ich verstehe bis heute nicht, warum sich web+custom://scheme nicht durchgesetzt hat… Vielleicht sollte man (ich) mal einen zweiten Anlauf für ActivityPub/Mastodon starten

    1 Kommentar zu IndieFollow
  • Erst filtern, dann abonnieren!

    Die Informationsflut im Internet nimmt immer mehr zu und FeedReader bieten bisher keine wirkliche Möglichkeit diese Informationen sinnvoll zu filtern und da man nicht wirklich (zeitnah) Einfluss auf die Weiterentwicklung von NetNewsWire, Google Reader & Co. hat, bleibt nur noch eins: Erst filtern, dann abonnieren!

    NoisePress erlaubt Seitenbesucher, einen RSS/ATOM-Feed mit Hilfe von APML vorzufiltern.

    (Zum ausprobieren braucht man ein APML-Profil. Wer keines hat, sollte sich entweder das WordPress Plugin installieren oder heimlich Carstens Profil benutzen 😉 )

    Warum mit APML filtern?

    Man könnte natürlich auch mit WordPress-Bordmitteln eine Menge Rauschen ausfiltern, und wirklich nur das abonnieren was gerade wichtig ist:

    Das Problem: Ändert sich dieses Interesse, müssen alle Feeds mühsam aussortiert (und neue gesammelt) werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige spannende Themen, die nicht genau die abonnierte Kategorie/den abonnierten Tag besitzen, durch das Raster fallen können.

    Das Prinzip von NoisePress: APML ist eine Art semantische Tag-Clound die das Interesse einer Person widerspiegelt. Das Interessens-Profil wird in der Regel automatisch generiert und sollte sich somit auch den diversen Interessensveränderungen anpassen.

    Am Beispiel WordPress Plugin: Das Plugin erstellt ein APML-File anhand der Häufigkeit der verwendeten Tags und Kategorien. Schreibt jemand viel über OpenID, kann man davon ausgehen, dass er das Thema für wichtig hält. Ändert sich der Fokus des Blogs, wird OpenID auch im APML-Feed immer irrelevanter.

    Hört sich nach Geek-Zeugs an?

    Richtig! 🙂 …aber NoisePress ist auch erst einmal nur ein Test ob meine Idee überhaupt funktioniert! Im besten Fall soll der User von all der Technik gar nichts mitbekommen. Ich hoffe dass sich Firefox‘ Account Manager oder XAuth schnell weiter entwickeln und ich eine dieser Techniken für NoisePress missbrauchen könnte.

    Ich würde mich übrigens sehr über ein bisschen Feedback freuen!

    2 Kommentare zu NoisePress: Nie wieder irrelevante Inhalte
  • Letztes Mal sind die Notizen dank zu viel Arbeit und StarCraft II leider ausgefallen, aber das wird nicht einreißen… hoffe ich zumindest 🙂

    Der Browser und das Federated Web

    Ein großes Problem im dezentralen Web: Der gemeine User kann nichts mit Identifiern anfangen, weder mit URLs (wie es NoseRub versucht hat) noch mit E-Mail Adressen (wie es Status.Net mit Webfinger versucht). Austin King zeigt auf Mozilla Webdev wie man dem, mit Hilfe des Browsers und der JavaScript Methoden registerProtocolHandler und postMessage, entgegen wirken kann. XAuth funktioniert übrigens nach einem ähnlichen Prinzip.

    » RegisterProtocolHandler Enhancing the Federated Web

    Thunderbird Contacts

    Endlich gibt es das Contacts-Addon auch für den Thunerbird, denn da gehören sie ja auch hin.

    The goal of add-on is to experiment in evolving the address book of Thunderbird beyond what it currently is today. Thunderbird Contacts isn’t a standalone address book, instead it understands that your contacts live on the web as much as they do inside Thunderbird. The add-on can pull in contact data from various services where your contacts already exist.

    » Thunderbird Contacts

    AOL und der Webfinger

    AOL implementiert Webfinger für @aol.com und @aim.com.

    <?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
    <XRD xmlns='http://docs.oasis-open.org/ns/xri/xrd-1.0'>
      <!-- Host-wide Information -->
      <Link rel='http://specs.openid.net/auth/2.0/provider' href='https://api.screenname.aol.com/auth/openidServer'>
        <Title>OpenID 2.0 Provider</Title>
      </Link>
      <!-- Resource-specific Information -->
      <Link rel='lrdd' template='https://api.screenname.aol.com/auth/describe?uri={uri}'>
        <Title>Resource Descriptor</Title>
      </Link>
    </XRD>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    » Webfinger enabled for @aol.com

    4 Kommentare zu OpenWeb-Notizen: Mozilla, Thunderbird, AOL, Webfinger
  • XAuth oder NixAuth?

    Das Thema XAuth wird gerade heftigst diskutiert. Ist XAuth ein Privacy Issue oder das Mittel gegen die NASCAR-Buttons?

    open != better

    Eran Hammer-Lahav über den Trugschluss: „open“ wäre das Mittel gegen Facebook.

    Well, the open community can’t beat Facebook.

    But companies using open technologies can – by building better products. Outside the echo chamber of web standards fanatics, the vast majority of web users don’t care about how the web works. They care about their user experience, where their friends are, and when something goes wrong, protecting their privacy.

    Activity Streams bei GNIP

    <entry>
      <title>GNIP unterstützt jetzt auch die ActivityStreams - Syntax.</title>
      <activity:verb>http://activitystrea.ms/schema/1.0/like</activity:verb>
    </entry>Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Mr. Topf für auf die Ohren

    Mein OpenWeb-Podcast Kollege Christian Scholz war die letzte Woche sehr audio-präsent! Er spricht mit dem Deutschlandfunk über „Facebook und die Alternativen“, mit mir über „OAuth 2“ und im Data Without Borders-Podcast unter Anderem über die „Portability Policy“.

    Keine Kommentare zu OpenWeb-Notizen: XAuth, OpenWeb, ActivityStreams, Podcasts
  • Chris Messina erklärt XAuth
    XAuth ist eine Art Cross-Domain Cookie mit dem man Versucht die Flut an Share, Like und Login Icons auf ein Minimum zu reduzieren.

    Hier klicken, um den Inhalt von Vimeo anzuzeigen.
    Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von Vimeo.

    » XAuth – an introduction
    » Offizielle XAuth Seite

    OExchange einfach erklärt
    OExchange ist ein offenes Protokoll um eine beliebige URL mit einem beliebigen Service im Web zu teilen. Die Demo zeigt die Funktionsweise von OExchange und welche Vorteile sich in Kombination mit z.B. XAuth ergeben.

    Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
    Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

    » OExchange in action
    » Offizielle OExchange Seite

    Firefox Sync
    Mozilla benennt das Labs-Projekt Weave Sync in Firefox Sync um und kündigt an, den Sync-Mechanismus in eine der nächsten Firefox Versionen fest zu integrieren. Im Zuge meiner Recherche bin ich außerdem noch auf einen Wiki-Artikel gestoßen, der erklärt wie man den Firefox Sync zukünftig auch mit OpenID oder OAuth koppeln könnte:

    The user must have a way of proving to a third-party service that they really are who they claim, and for the Mozilla service to provide information back to the third-party service that access has been granted. The OpenID and OAuth protocols provide what we need here, and the OpenID/OAuth hybrid flow has been described.

    Once this is done, the third party service will be able to establish a relationship with the Weave Sync service for a user, without the user disclosing his or her password.

    » Stay in Sync With Your Firefox
    » Firefox Sync Graduates from Mozilla Labs
    » Secure Data Sharing

    RDFa 1.1 – Alles neu, alles anders
    Dank HTML5 (ohne X) wurde RDFa noch einmal grundlegend überdacht. In der Version 1.1 werden die RDF-Vocabularies beispielsweise nicht mehr über Namespaces definiert. Früher:

    <a xmlns:cc="http://creativecommons.org/ns#"
       rel="cc:license"
       href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">
    </a>.Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Jetzt:

    <a prefix="cc: http://creativecommons.org/ns#"
       rel="cc:license"
       href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/">
    </a>.Code-Sprache: HTML, XML (xml)

    Grund der Änderung: HTML kennt im Gegensatz zu XHTML keine Namespaces und RDFa soll sowohl in HTML5 als auch in XHTML5 integriert werden.

    » RDFa Core 1.1

    RDFa checker
    Toby Inkster hat einen sehr umfangreichen RDFa checker veröffentlicht:

    It checks your web page for RDFa and displays any data found there. It also compares your data against the published recommendations from major consumers/users of RDFa data, to see how well your data matches their requirements.

    » check rdfa

    3 Kommentare zu OpenWeb-Notizen: XAuth, OExchange, Firefox Sync, RDFa